Oktober 2019

Ende Oktober betreten wir, wie es der Pionier des intensiven ökologischen Anbaus Eliot Coleman nennt, die “Persephone Monate”. Es beginnt die dunkelste Zeit des Jahres und die Tage sind jetzt kürzer als 10 Stunden. Das Pflanzenwachstum ist dadurch sehr langsam und wir können ernten was im Verlauf des Sommers gepflanzt wurde. Die Anteile im Oktober enthalten Herbstgemüse wie Lauch, Knollenfenchel, Karotten, Kohl, Rettich, Spinat, Äpfel von der Streuobstwiese und bunte Schnittsalate.

Das gemeinschaftliche Apfelpressen im Oktober war ein voller Erfolg und der gewonnene Saft schmeckte süßlich-herb! Im Oktober räumen wir die Sommerkulturen aus unseren Gewächshausern und pflanzen Salate, Zwiebeln und Radieschen für die ernte im Frühjahr und Winter. Ein kleines Experiment sind Karotten die jetzt ausgesät werden für die sehr frühe ernte im April/Mai.

Diese Salate sind besonders winterharte Sorten: Salatrauke, “Red Russian” Kohl und Asia Salat “Mizuna”
Bunte Salatmischungen im Oktober: Spinat, Feldsalat, Rucola, Batavia, Radicchio.

Knoblauch

Es ist Zeit den Knoblauch zu stecken und wir verwenden die Sorten Thermidrome und Garpeck. Durch den nassen und warmen Boden keimen die Steck-zehen nur nach einer Woche. Der neue Garten am Hammelbrunnen ist jetzt komplett angelegt und mit Kompost gemulcht. Wir freuen uns auf die nächste Saison hier, mit so vielen neuen Beeten.

Bei einem warmen Oktober Regen stecken Alex und Melanie den Knoblauch am Hammelsbrunnen. Wir stecken etwa 25 Kg Saatgut.
Nur zwei Wochen später hat sich der Knoblauch gut entwickelt und wächst im Winter sehr langsam “vor sich hin“. Geerntet werden können die Knollen dann Anfang Juni.
Winterharte Gemüse wie Lauch können solange im Garten stehen bleiben bis wir sie ernten wollen.
Die Butternutkürbisse sind getrocknet und werden im Oktober verteilt. Danke an alle die beim gemeinschaftlichen Ernten und Kompost verteilen geholfen haben.

Was macht das Plastik da auf dem Acker?

Silofolien sind UV behandelte sehr reisfeste Folien die von Ackerbaubetrieben zum Abdecken von zum Beispiel Futtermaissilage verwendet werden. Bei vorsichtiger Behandlung können sie viele Jahre verwendet werden. Wir verwenden die Folien gerne um einen neuen Garten anzulegen (ohne den Boden bearbeiten zu müssen!) oder um die Beete über den Winter zu schützen. Im Frühjahr wenn wir die Folien abdecken finden wir immer viele Regenwürmer und unkrautfreie Beete.

Der Einsatz von Silofolien im neuen Garten am Münzacker.

Im Gewächshaus sind die Salate für den Winter gesetzt.

Bis bald und alles Liebe,

Felix

September 2019

Es ist Anfang Oktober und der Übergang vom Spätsommer zum Herbst war dieses Jahr schnell und schmerzlos. Es regnet viel, doch das ist für die letzten Pflanzungen im Freiland ideal. Wir ernten jetzt die Beete langsam ab und bereiten dann den Garten mit Kompost für den Winter vor. Im Gewächshaus pflücken wir die letzten Tomaten und Paprika und hier werden in zwei Wochen die Salate, Zwiebeln und Karotten für die ernten im Winter und Frühjahr gepflanzt.

Die Freilandbeete vor den Gewächshäusern ende September werden an einem Sonnentag ein letztes mal mit Salaten für die Winterernte bepflanzt.

Workshops und ein Besuch in Luxemburg

Die Gärtnerei Krautgaart befindet sich in Koerich in Luxemburg. Die drei Gärtner und eine Auszubildende Gärtnerin versorgen hier nun in ihrer dritten Saison 130 Familien einmal pro Woche mit Gemüse, das auf drei verschiedenen Flächen produziert wird. Am 14. September fand hier ein ausverkaufter Workshop mit 60 Teilnehmern statt. Es war ein intensiver Tag des Lernens und Austauschens, und der Garten ist unglaublich vielfältig und fruchtbar. Hühner werden in mobilen Hühnerställen über die Weide hinter dem Garten rotiert und die Eier werden auch am Abholtag in der großen Scheune verteilt. Danke Max für deine Zeit und Gastfreundlichkeit!

Informationen zu Gärtnerei findet ihr unter : www.krautgaart.com

Tolles Wetter und begeisterte Teilnehmer beim “No Dig“ Workshop bei der Gärtnerei Krautgaart in Luxemburg

Claude Petit zeigt wie mithilfe einer einfachen und altenbewährten Sembnder Sämaschine Spinat gesät werden kann.
Charles Dowding betont oft die große Wichtigkeit von selbst hergestelltem Kompost.
Die Gärtnerei Krautgaart produziert Gemüse für 160 Anteile auf etwas mehr als 4000 qm

Gärtnerei und Solawi Terra in Luxemburg (Stadt)

Gerade außerhalb der Hauptstadt Luxemburg liegt auf einem Hügel die Gärtnerei Terra. Auf einer 1,5 ha großen Streuobstwiese wird Gemüse und Obst seit 2014 für 160 Ernteanteile und auch andere Vermarktungswege produziert. Gemanagt wird die Gärtnerei von drei GärtnerInnen. Pit Reichert, der für den gärtnerischen Anbau zuständig ist, führte uns im Garten herum und zeigte uns die Infrastruktur. Danke für deine Zeit Pit!

Dieses Projekt demonstriert auf eine wunderschöne Weise, wie auf kleiner Fläche viele Lebensmittel produziert werden können, und trotzdem eine kleine vielfältige ökologische Nische entsteht. Besonders das kombinieren von Obstbäumen (die in 10m weiten Reihen gepflanzt wurden) und Gemüsereihen ist faszinierend. Die Bäume spenden im heißen Sommer angenehmen Schatten für Pflanzen und Menschen.

Viele Informationen zu Terra gibt es unter: www.terra-coop.lu

Die Gärten von Terra sind wunderschön und produktiv!

No Dig” Workshop in der alten Stadtgärtnerei

Am 15. September veranstalteten wir zum zweiten mal einen Workshop mit Charles Dowding und Stephany Hafferty aus England hier an der alten Stadtgärtnerei in Weinheim. Das kunstvolle Gärtnern ohne oder mit wenig Bodenbearbeitung (No Dig) weckt immer mehr Interesse, und hat für Gärtner die nur eine kleine Fläche bearbeiten viele Vorteile wie geringen Unkrautdruck und sehr fruchtbare Beete. Mir hat dieser Tag viel bedeutet und die Rückmeldungen der TeilnehmerInnen waren sehr positiv. Danke an alle die so viele leckere Dinge zum Buffet beigetragen haben und besonderen Dank auch an Melanie und Damaris, die im Garten demonstriert haben, wie wir ein Beet neu bepflanzen. Es hat rießen Spaß gemacht!

Melanie und Damaris demonstrieren wie wir ein ein Beet abernten und sofort neu bepflanzen. Sie rechen nach der Ernte alle Pflanzenreste zusammen, markieren die Reihen und Pflanzen dann Spinat. Foto : Andreas Freund
Lauch “Blauer Winter“ und Knollensellerie “Monarch“ stimmen ende September den Herbst und die Suppen Saison an.
Die Ochsenherz Fleischtomaten können noch etwas zwei Wochen geerntet werden. Dann pflanzen wir hier Salate für die Winter und Frühjahrsernte. Es war eine gute und bunte Tomatensaison!

Unsere Bodenfruchtbarkeit des nächsten Jahres: etwa 12 Tonnen Kompost. Auf der linken Seite unser eigener Gartenkompost der jetzt mehr als ein Jahr alt ist. Rechts der zugekaufte Kompost aus Grünschnitt und Bioabfall.
Spitzpaprika “Corno di bue Rosso“
Im neuen Garten am Hammelsbrunnen

Die Spitzkohlsorte “Filderkraut” wird traditionell für die Herstellung von Sauerkraut verwendet und die großen Kohlköpfe wachsen gut auf unseren schweren fruchtbaren Lehmböden.




Bis bald,

Felix

August 2019

Im August heißt es als Gärtner: dran bleiben! Es gibt viel zu ernten und zu pflegen, doch auch die Vorbereitungen für den Wintergarten beginnen. Im Gegensatz zum Frühjahr wenn die Tage immer länger und wärmer werden und spätere Aussaaten oft früher gepflanzte Sätze überholen (und besser wachsen) ist es umgekehrt: Die Aussaatzeitpunkte sollten genau eingehalten werden, da die Tage schnell kürzer werden. Wir pflanzen die ersten Spinat- und Feldsalat Beete und ernten wieder Schnittsalat. Es fühlt sich ende August schon herbstlicher an.

Biointensiver Anbau bedeutet eine kleine Fläche intensiv zu bepflanzen ohne dabei den Boden zu verschlechtern. Wir erreichen dies durch regelmäßige Kompostgaben und wenig Bodenbearbeitung. Viele dieser Beete werden im September mit ihrer vierten Kultur bepflanzt!

Ein Grund den Boden so wenig wie möglich zu stören sind Pilze: ihre Myzelien durchziehen den ganzen Boden und einige gehen symbiotische Beziehungen mit Pflanzen ein.

Acker am Hammelsbrunnen

Wir bauen dieses Jahr Gemüse auf vier verschiedenen Flächen an. Unter anderem auf dem neuen kleinen Ackerstück am Hammelsbrunnen. Der Kohl und Brokkoli hier sind gut gewachsen und wir pflanzen im August die zweiten Kulturen wie Knollenfenchel und Radiesen. Viele kleine Flächen (anstatt einer größeren) im Griff zu halten kann stressig sein: aufgrund der großen Hitze und ausbleibendem Regen vertrocknen im August viele der neu gesetzen Jungpflanzen. Zusammen mit Melanie, Damaris, Laura und Alex räumen wir die abgeernteten Brokkoli und Rotkohl und Brokkoli.

Die ersten Kürbisse wie diese Hokkaido und Muskat können geerntet und getrocknet werden.
Die Kürbisse wachsen gut zusammen mit den Sonnenblumen auf dem neuen Ackerstück am Hammelsbrunnen.

Wir räumen den abgeernten Brokkoli pflanzen und pflanzen hier Knollenfenchel für die Herbsternte. Danke an Andreas und Manfred, die hier den kleinen Zaun gebaut haben.
Ende August ist der Schnittsalat zurück, während des Sommers bauen wir wenig Salat an, es ist einfach zu heiß und trocken. Ich freue mich schon auf die vielen verschiedenen grünen Blätter im Herbst.

Melanie und Alex schneiden die Haupttriebe unserer Tomaten durch, so können die restlichen grünen Früchte gut abreifen und es werden keine neuen Früchte mehr gebildet.

Bunte Gewächshausernte für die Abholung am 26. August.

Die Tomatensaatgut Gewinnung ist schnell und einfach. Wir zerquetschen die reifen Früchte und lassen für eine Nacht fermentieren. Danach füllen wir die Behälter mit Wasser auf, so sinken die schweren Samen nach unten und das Fruchtfleisch kann nach und nach abgegossen werden.

Die Früchte der alten italienischen Sorte “Belmonte“


Alex erntet Paprika

Bis bald,

Felix

Juli 2019

Ende Juli ist es dann soweit: wir reiten auf der Tomaten-Welle! Wir ernten im Juli jede Woche 150-200 Kg der roten Früchte und das Einkochwochenende auf dem Zollhof kommt so gerade recht. Besonders sticht dieses Jahr die samenfeste Sorte Ruthje heraus, die süßlich aromatisch schmeckt und nicht platzt. Ein toller Moment sind auch die ersten fertigen Brokkoli und Bohnen auf dem neuen Acker am Hammelsbrunnen die Melanie, Alex und ich ernten. Die ersten Paprika bekommen Farbe und wir versuchen uns dieses Jahr mit verschiedenen samenfesten Sorten Block- und Spitzpaprika. Renate sät im Juli jede Woche einige Topfplatten für die ernte im Herbst und Winter aus: Kohlrabi, Chinakohl, Grünkohl, Salate, rote Bete.

Ende Juli ist wohl der Höhepunkt unserer Tomatensaison und diese samenfeste Sorte “Ruthje“ ist mein Favorit!

Die Himbeeren sind reif und zusammen mit Ursel und Silke und ernten wir die empfindlichen Früchte.

Bei der Himbeerernte gibts immer was zu naschen
Die erste Brokkoli ernte mit Melanie und Alex auf dem neuen Ackerstück
Bunte Paprika

Gemüsegarten Hoxhol

Der Gemüsegarten Hoxhol wird von Vivian Glover und ihrem Partner Alexander geführt. Vivian veranstaltete im Juli ein kleines Treffen für interessierte GärtnerInnen und es wurde über Kompost, Boden, Sorten, intensiven ökologischen Anbau und Vermarktung diskutiert. Der wunderschöne Garten liegt im Modautal im Odenwald und es gibt (noch) keinen Wasseranschluss. Dies bedeutet, dass das Wasser (oft mehrmals pro Woche) mit einem Anhänger zum Garten gebracht werden muss. Das Gemüse wird unter 65 ErnteteilerInen an zwei Depots einmal pro Woche verteilt. Mehr Informationen zum Anbau und der Solawi findet ihr hier: http://www.gemuesegarten-hoxhohl.de Danke Vivian!

Freiland Tomaten, Auberginen und Paprika gedeihen auf den Beeten die Vivian mit Kompost aufbaut und später mit Kleegras mulcht gut.
Ein Kleiner Traktor mit einer Kreiselegge ist alles was es braucht um die Beete flach zu bearbeiten und dann zu bepflanzen.

Solawi Viernheim

Das Gartengrundstück “Renners Obst- und Gemüsegarten“ ist in etwa 15 Minuten mit dem Fahrrad von der Stadtgärtnerei zu erreichen. Hier baut Gärtner Mett Hinger für die Mitglieder des Vereins Solidarische Landwirtschaft Viernheim e.V. Gemüse an. Auch viele ungewöhnliche Gemüsearten wie Süßkartoffeln, Sojabohnen und asiatische Auberginen stehen auf den Beeten. Es ist toll zu sehen, wie solche kleinen Solawi- (Garten) Projekte nur so aus dem Boden sprießen. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir nur etwas an unserem Ernährungssystem verändern können, wenn Gemüse wieder auf vielen kleinen Flächen für Menschen direkt vor Ort produziert wird. Danke für deine Zeit Mett!

Der Folientunnel wurde dieses Jahr erst fertiggestellt und hier wachsen verschiedene Sommergemüse wie Paprika und Tomaten.
Die Beete werden mit Tropfschläuchen bewässert und mit Stroh gemulcht.

Tolle Auberginen in Viernheim!

Bis bald,

Felix

Juni 2019

Viele Der Sommergemüse wie Tomaten und Auberginen kommen im Juni richtig in Schwung und wir pflegen die Gewächshauskulturen jede Woche. Im trockenen und heißen Juni sind wir Gärtner auf alles vorbereitet zum Beispiel schnelles wiederbepflanzen der abgeernteten Beete, denn viele der der im zeitigen Frühjahr gesäten Gemüsesorten sind jetzt reif. Besonders bei Neupflanzungen ist in den ersten zwei Wochen nach der Pflanzung das Bewässern sehr wichtig. Auch die Vorbereitungen für die Wintersaison beginnen ende Juni und wir säen zum Beispiel Grünkohl, Karotten und rote Bete für die Ernte ab Oktober.

Der Garten im Juni schöne Cosmea im Vordergrund
Fleischtomate ´Marmande´ haben wir selbst vermehrt , üppig!

Die grünen Schattiernetzte schützen die pflanzen vor zu hohen Temperaturen.
Fleischtomaten Ernte bei 38 Grad am 26. Juni

Spinnmilben im Unterglas Anbau

Spinnmilben richten bei trockener und heißer Witterung schnell großen Schaden an. Wir bringen bei ersten Anzeichen die nützlichen Raubmilben im Gewächshaus aus, um ihnen entgegenzuwirken. Doch dauerhafte Temperaturen über 30 Grad sind für die Nützlinge zu hoch. So kommt es Ende Juni zu einem abrupten Ende der Gurkensaison und wir entfernen die stark mitgenommenen Pflanzen aus dem Gewächshaus.

Tolle Salatgurken im Juni
Spinnmilben (rote Spinne) vermehren sich bei heißer und trockener Witterung rasend schnell. Für diese Salatgurken ist es zu spät und wir entfernen die Pflanzen und kompostieren sie um zu vermeiden, dass die Milben im Gewächshaus weiterwandern. Zwischen den beiden Aufnahmen liegen nur 14 Tage.
Celine ist Gartenbauingenieurin und hilft zwei Tage die Woche in der Gärtnerei hier erntet sie Buschbohnen.
Im Garten am Brunnweg wachsen Knollensellerie und Lauch für die Winterernte.
Unserer erste Knoblauchernte ist getrocknet und wurde im Juni verteilt.
Die Kürbisse auf dem Acker am Hammelsbrunnen.


Bis bald,

Felix

Mai 2019

Die Gärtnerei im Mai – Neues Ackerstück am Hammelsbrunnen

Im Mai war es ungewöhnlich kühl und nass, eine willkommene Veränderung zur letzten Saison. Besonders Salate und Kohlgemüse wie Kohlrabi sind gut gewachsen.

Kopfsalat ernte im Mai


Gemüse im Mai

Der Monat Mai ist interessant. fast jede Woche kommen neue Gemüsekulturen die geerntet werden können dazu: Kohlrabi, Brokkoli, Die ersten kleinen Karotten, Gurken, Mangold.

Gemüseanteil ende Mai
Alex hilft jeden Freitag in der Gärtnerei und erntet hier Erdbeeren
Das Gewächshaus : Salatgurken, Paprika, Tomaten
Salatgurken im Mai
Salatgurke
Ende Mai ernten wir den Knoblauch und Ursel bündelt ihn um die frischen Knollen zu trocknen


Neuer Acker am Hammelsbrunnen

Das neue kleine Ackerstück am Hammelsbrunnen hat fruchtbaren Boden und Dank Günter Seils hilfe haben wir dort auch Wasser zum bewässern der neu gesetzten Jungpflanzen. Ich möchte bei Celine bedanken die mit großem Einsatz an vielen Tagen half die neuen Beete anzulegen. Wir pflanzen hier Winterkohl, Brokkoli und Kürbisse.

Celine mulcht die neuen Beete am Hammelsbrunnen mit Grünschnitt – Kompost.


Der Kohl ist gesetzt.
Wir pflanzen die Kürbissorten Hokkaido, Butternut und Muskat.

April 2019

Der Garten füllt sich im April schnell mit Frühlingskulturen wie verschiedenen Schnittsalaten, Spinat, Kohlrabi, rote Bete, Karotten und Zwiebeln. Die warme Witterung erlaubt es uns die weißen Vliese abzunehmen und der Garten zeigt sich. Das vorsichtige Beikraut jäten und die großen Kompostgaben in der letzten Saison machen sich bezahlt: der Garten ist fruchtbar und schnell zu bepflanzen. Für alle Gemüsesorten der Kohlfamilie ist jetzt das Abdecken mit Schutznetzen wichtig. Diese sollen die kleine Kohlfliege und den Kohlweißling davon abhalten Eier auf die Pflanzen zu legen. Auch Schädlinge wie die Larven der Zwiebelfliege mochten das warme Wetter und richten schnell großen Schaden bei Knoblauch und überwinterten Zwiebeln an.

Die Vliesabdeckungen im Freiland können bei sommerlichen Temperaturen mitte April heruntergenommen werden und der Garten zeigt sich.

Larven der Zwiebelfliege richten schnell großen Schaden bei Knoblauch und Frühlingszwiebeln an.

Gemüse im April

Im April gibt es Mangold, Bundzwiebeln , viele Salate, Spinat und die ersten Radieschen und Navets.
Danke an Bela und Maray die den Abholraum so schön neu gestaltet haben!
Im April sind die ersten Radieschen reif.
Die Erdbeeren werden rot.
Melanie pflanzt am 11. April die Auberginen.

Sommergemüse im Gewächshaus

Viele der überwinterten Gemüse wie Mangold und verschiedene Salate gehen jetzt in die Blüte und wir pflanzen im Gewächshaus die Sommerkulturen wie Tomaten, Salatgurken, Paprika und Auberginen. Wir erziehen alle diese Sommergemüse an schnüren und pflegen sie 1-2 mal pro Woche. Das regelmäßige ausgeizen der Seitentriebe bewirkt eine gute Durchlüftung und einen regelmäßigen Fruchtansatz.
Wir mulchen all unsere Gewächshaus Beete mit einer 1cm Schicht aus Kompost, sonst nichts!
Tomaten und frühe rote Bete.
Sommer im Gewächshaus!

Andreas mäht unsere neue kleine Anbaufläche ganz in der nähe der Gärtnerei. Bis hier Gemüse wachsen kann gibt es noch einiges zu tuen!


Februar / März 2019

Wir beginnen das neue Gartenjahr Anfang Februar mit Aussaaten von verschiedenen Kohlgemüsen, Salaten, Zwiebeln, Kräuter und Knollenfenchel. Etwa vier Wochen später, werden die ersten Jungpflanzen gepflanzt und dickes Vlies schützt die kleinen pflanzen vor kaltem Wind und starkem Regen.

Melanie pflanzt ende Februar den ersten Kopfsalat.


Silke pflanzt Spinat.

Vlies schützt die Jungpflanzen vor kaltem Wind.
Jungpflanzen mitte Februar. Wir stellen die Aussaatplatten für ein paar Tage auf eine kleine wärme Matte, danach können sie problemlos auf diesen “kalten” Tischen stehen bis zur Pflanzung in etwa 4 Wochen.

Jungpflanzenanzucht und Anzucht der Sommerkulturen

Um zu schnell Keimen brauchen die meisten Samen eine Keimtemperatur von 18-25 Grad. Besonders die kalten Nächte im Gewächshaus verlangsamen den Prozess. Wir stellen die ersten Aussaatpatten für 4-5 Tage auf eine Wärmematte und danach auf die “kalten“ Gewächshaustische.

Die Sommer Gewächshauskulturen wie Auberginen, Paprika, Chili und Tomaten säen wir in große Pikierschalen. So können wir mit wenig Wärme sehr viele Samen zum keimen bringen. Später pikieren wir die kleinen pflanzen im Keimblattstadium in Erdpresstöpfe. All diese Sommergemüse sind sehr kälteempfindlich und müssen vor allem Nachts warm gehalten werden. Unsere kleine Heizmatte ist eine Art “Fußbodenheizung” und hält konstant 20-22 grad. Diese Saison bauen wir sieben verschiedene Tomatensorten an. Die ersten Tomatenernte kann im Juni erwartet werden!
Jungpflanzen im Februar
Auberginen, Paprika und Tomaten haben´s gern warm und stehen auf einer Wärmematte. Renate pikiert mit Sorgfalt hunderte pflanzen.
Paprika Aussaat links und zum pikieren fertige Paprikapflanzen rechts (etwa 2 Wochen alt)
Die Auberginen sind jetzt 6 Wochen alt und Silke topft sie in einzelne Töpfe um.

Gemüse im März

Das Gemüse im März lässt den bevorstehenden Frühling erahnen. Es gibt bunte Salate, Kräuter, Frühlingszwiebeln, Bärlauch, Mangold und Kresse.
Überwintertes Gemüse im Gewächshaus, hier pflanzen wir in 4 Wochen die ersten Tomaten.


Spinat
Jochen hat schon viele der kaputten Scheiben repariert! Danke!!

Bis bald !

Felix

November 2018

Es ist jetzt wirklich Winter und unser erstes Gartenjahr neigt sich dem Ende zu. Wettermäßig war es ein extremes Jahr mit sehr vielen Sonnenstunden, Hitze und buntem Gemüse. Es ist als Gärtner jetzt Zeit über die Saison zu reflektieren, Notizen zu sortieren, Saatgut zu bestellen und vor allem zu ruhen.  Die ersten Ausaaten machen wir wieder in der ersten Februar Woche. Hier nähern wir uns wieder 10 Stunden Tageslicht und die Pflanzen erwachen langsam wieder aus ihrem Winterschlaf.

Ich möchte mich bei euch allen für diese ereignisreiche Gartensaison bedanken, die Zeit ist wirklich verflogen, seit wir uns das erste mal (in meinem Wohnzimmer) getroffen haben! Es schien so, als ob die richtigen Menschen immer genau dann aufgetaucht sind, wenn es nicht erwartet wurde.

Da waren Abel, Nicole, Jörg und andere mit ihrer (jahrelangen) Solawi-Erfahrung, Gerhard und Catherine, die uns die Nutzung der Gärtnerei erlaubten, Phillip, der mit seinem großen Bagger die Tonnenschweren Betonplatten aus den Beeten hob, Manfred, der sich bereit erklärte sich um unsere Finanzen zu kümmern, Felix, der mit großem Einsatz sein berufspraktisches Projektsemester in der Gärtnerei absolvierte, Ingrid, die unsere Buchhaltung übernahm und Melanie die als Gärtnerin angestellt wurde.  Besonderen Dank auch an Ursel, Silke, Renate, Rita und Damaris die (jede Woche) gärtnern und ernten, die Vereinsvorstände Reiner und Andreas und alle die jeden Monat im Plenum mitdiskutieren!

Im Februar waren da wo jetzt viele Gemüse Beete sind noch Betonplatten der alten Frühbeetkästen.

Das Gemüse im Gewächshaus ist für die Winter und Frühjahrs ernte.

Die “Zutaten“ für die Salat Mischungen im November sind vielfältig: Blattsalate, Rucola, Feldsalat, Radichio, Zuckerhut, Spinat, Asia-Salat, Postelein, Endivien, Pak-choy..

Rita putzt Radicchio

Vlies und Folien schützen die letzten Freilandsalate vor Frost.

Spinat ist ein sehr winterhartes Gemüse und wird im zeitigen Frühjahr viele große Blätter zum kochen bilden.

“No Dig“ Workshop

Unser kleiner Workshop mit Charles Dowding in der Villa Titiania und an der alten Stadtgärtnerei war ausverkauft und die etwa 50 Teilnehmer konnten viel über den ökologischen Gemüsebau ohne Bodenbearbeitung, Jungpflanzenanzucht, Saatgut, Kompost, Versuchsbeete,  und Erntemethoden lernen.

Dieser Tag hat mir viel bedeutet und es war toll, so viel positives Feedback zu hören.

Nach dem Vortrag gab es eine rege Diskussion mit vielen Rückfragen!

Im Gewächshaus diskutieren wir über Erntemethoden im Winter und Saisonverfrühung. Foto: Jörg Steinbrenner

Das Anlegen von neuen Beeten ohne Bodenbearbeitung ist einmalig viel Arbeit und benötigt eine recht große Menge an Inputs wie Kompost und Holzhackschnitzel. Später ist ein solcher Garten einfach Unkrautfrei zu halten und sehr produktiv! Foto: Jörg Steinbrenner

Bis im neuen Jahr!

Felix

Oktober 2018

Gemüse im Oktober

Im Oktober ernten wir  den ersten Knollensellerie, Lauch, die letzten Tomaten, und viele verschiedene bunte Salate. Die Grünkohl Saison beginnt und die gewellten Blätter sind wohl das gesündeste Gemüse, das es gibt.

Melle bei der Feldsalaternte

Feldsalat “Elan“

Warmes Wetter für mitte Oktober

Kompost und “No Dig“ Workshop

Kompost kann aus jedem organischen Material hergestellt werden. Wir verwenden in der Gärtnerei gut verrottetes Material aus Grünschnitt und Bioabfall, und Rindermist. Sonst nichts!

Im nächsten Jahr wollen wir unseren eigenen Kompost verwenden.

Ganz nach dem Vorbild eines Waldes , wo alle Blätter und anderes Material im späten Herbst auf dem Boden landen, mulchen wir die Beete sobald sie abgeerntet werden, mit einer dünnen Schicht Kompost.  Große und kleine Bodenlebewesen sind jetzt hungrig und arbeiten das Material langsam in tiefere Bodenschichten ein.

Bei anlegen der neuen Beete im April mulchen wir einmalig mit einer großen Menge Kompost und an Stellen mit vielen mehrjährigen Unkräutern zusätzlich mit Kartonage. So erhalten wir schnell weitgehend unkrautfreie Beete mit mit fruchtbarem Boden. In Folgejahren wir der Boden nie gewendet oder bearbeitet.

Im Garten haben wir nach 3 Saisons in denen wir mit Kompost arbeiten einen sehr fruchtbaren Boden mit vielen Regenwurmgängen.

Wer mehr zum intensiven Gemüsebau ohne jegliche Bodenbearbeitung erfahren möchte (No Dig) sollte zu unserem Workshop mit Charles Dowding am 3. Dezember in der Villa Titiania kommen.  Die enge Zusammenarbeit mit Charles und Steph hat mich sehr geprägt und mir bedeutet es viel die beiden bei uns begrüßen zu können!

Viele Informationen und Bilder gibt es unter www.charlesdowding.co.uk .

Wir kompostieren alle Gartenabfälle, Unkräuter, Holz, und Mist. Dabei entstehen Temperaturen von 60 Grad und mehr.

Sellerie “Monarch“ schwillt an

Rucola und Asiasalat endlich ohne Erdflöhe

Gewächshaus und Folientunnel anbau

Wer im Winter und zeitigen Frühjahr Gemüse ernten will muss die Pflanzen vor den äußeren Witterungsbedingungen schützen. Es ist nicht so sehr der Temperaturunterschied aber viel mehr der Schutz vor starkem Regen und Wind der winterharte Gemüse wie Spinat, Mangold, Bundzwiebeln, Grünkohl, Salat und Karotten (langsam..) weiterwachsen lässt.

Die Sommerkulturen wie Tomaten, Paprika und Auberginen sind komplett geräumt. Zusammen mit Melle, Silke und Ursel pflanzen wir die letzten Jungpflanzen der Saison und die beiden Gewächshäuser sind wieder gefüllt.

August Aussaaten von Karotten und Kohlrabi für die Winterernte im Garten können ab Dezember geerntet werden.

Karotten Tunnel Nr. 2 im Garten

Bis bald und alles Liebe,

Felix