Stadtradeln – Wir machen mit !

Die Solawi Weinheim stellt auch in diesem Jahr ein Team bei der Aktion STADTRADELN und unterstützt damit nicht nur die Stadt Weinheim im regionalen Wettbewerb um die meisten gefahrenen Kilometer aller Kreiskommunen, sondern setzt damit auch ein Zeichen für die CO2 Vermeidung.

Bei der Aktion werden alle mit dem Fahrrad zurückgelegten Kilometer aufgeschrieben und gemeldet. Die Kommunen des Rhein-Neckar-Kreis nehmen dabei vom 20. September bis 10. Oktober 2020 am STADTRADELN teil.

Bei der Stadtradeln-Premiere im Jahr 2018 radelten Radfahrerinnen und Radfahrer für Weinheim am meisten Kilometer aller Kreiskommunen zusammen, 2019 fielen sie – knapp geschlagen – auf Rang zwei zurück. Wir sind schon auf das Ergebnis für 2020 gespannt!

Aber auch nach den drei Aktionswochen würden wir uns freuen, wenn auch weiterhin viele Wege mit dem Fahrrad zurück gelegt werden. Viele Mitglieder gehen mit gutem Beispiel voran und holen jede Woche ihr Gemüse mit dem Fahrrad an der Gärtnerei ab.

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Neues vom Obst

In der Blütezeit hatten wir noch einmal einen Kälteeinbruch in Weinheim gehabt, in dem es auch zu Nachtfrost gekommen ist. Leider macht sich dieses nun bei den Äpfeln bemerkbar. Hier haben wir fast keine Fruchtansätze. Wir werden also, bis auf eine frühe Sorte die es besser überstanden hat, im Herbst wohl fast keine Äpfel ernten können.

Besser sieht es aber bei den Pflaumen, Birnen und Kirschen aus. Der Frost hat hier wohl die Blüte nicht zerstört bzw. sie war schon befruchtet. Die Fruchtansätze sind mittlerweile gut entwickelt und die Menge ist jetzt schon gut zu erkennen.

Kirschen
Kirschen sind schon gut entwickelt
Fruchtansätze der Birne

Seit Anfang Mai sind auf unserer Streuobstwiese auch wieder die Schafe von Sylvia. Diese haben das mittlerweile kniehohe Gras abgefressen und sorgen damit für eine leichtere Kirschernte. Gut zu erkennen sind die Lämmer an dem rotbraunen Fell. Bei dem Coburger Fuchsschaf haben die erwachsenen Schafe eine helle Wolle, aber am Kopf und den Beinen bleibt die rotbraune Färbung bestehen.

Kirschen
Schafe auf dem Obstgrundstück
Schafe auf dem Obstgrundstück

Demnächst werden wir noch ein Insektenhotel aufstellen und zwei Zwetschgen Bäume pflanzen.

Filmvorführungen und Diskussionsrunde im Februar

Es ist fünf nach zwölf – das sagt uns die Klimawissenschaft und das spüren wir auch selber in den letzten Jahren mit heißen und viel zu trockenen Sommern, milden Wintern und vertrocknenden Wäldern und zunehmenden Stürmen und Unwettern.

Was, wenn wir Menschen die besten Lösungen umsetzen würden, die uns zur Verbesserung unserer Lebensqualität und der Erhaltung unseres Planeten zur Verfügung stehen? Was, wenn nicht nur einzelne Menschen so handeln würden und diese Konzepte global verankert wären? Wie können wir nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Welt hinterlassen, den CO2-Ausstoß begrenzen und was können wir gegen den Klimawandel tun? In dem Film „2040 – Wir retten die Welt“ zeigt der Verein Solidarische Landwirtschaft im Weinheimer Kino Modernes Theater am Sonntag, den 9. Februar um 18:00 Uhr Lösungsmöglichkeiten für eine bessere Welt.

In „2040 – Wir retten die Welt“ entwirft der Regisseur Damon Gameau ein Bild unseres Planeten, wie er im Jahr 2040 aussehen könnte. Im Anschluss an den Film stehen Vertreter des Vereins Solidarische Landwirtschaft, der eine nachhaltige und naturverträgliche Landwirtschaft fördert, zusammen mit Vertretern der Gemeinwohlökonomie, des BUND, des NABU und der Bürgerinitiative ParentsForFuture im Foyer zu einer Diskussionsrunde bereit. Die vorgestellten Alternativen und bereits heute verfügbaren Lösungen geben Handlungsempfehlungen, wie wir eine lebenswertere Welt erschaffen können.

Trailer und Ausschnitte zu dem Film “2040 – Wir retten die Welt”

Am darauffolgenden Montag, den 10. Februar wird um 20:30 Uhr dann der Film „Land des Honigs“ gezeigt. Dabei geht es um eine Wildimkerin in Nordmazedonien und deren naturverbundene Lebensweise. Mit der Ankunft neuer Nachbarn wird das Gleichgewicht auf die Probe gestellt. Mit den Mitteln filmischer Poesie schaffen die beiden Regisseure des schönen und sehenswerten Dokumentarfilms unseren Blick auf das notwendige Gleichgewicht in der Lebensmittelproduktion zu schärfen. Die Aspekte Natur, Arbeit, Zusammenleben und Landwirtschaft werden dabei in tollen Szenen zusammen mit den Bienen und den Menschen in einer Geschichte mit dokumentarischen Bildern erzählt.

Trailer zu dem Film “Land des Honigs”

Mehr zu den Veranstaltungen unter:

Verein ist weiter gewachsen

Der Verein Solidarische Landwirtschaft Weinheim e.V., kurz Solawi genannt, startet mit 75 Anteilen ins Gartenjahr 2020. Die Solawi baut auf Weinheimer Feldern Gemüse und Obst an. Dabei werden neue Anbaumethoden erprobt und die Erfahrungen an Interessierte durch Workshops oder regelmäßige Mitarbeit weitergegeben. Für einige Gemüsesorten wird das Saatgut auch selber gewonnen und im nächsten Jahr wieder verwendet. Der Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln ist bei dem biologischen Gemüse- und Obstanbau natürlich verpönt. Der Anbau, die Ernte und die Planung wird durch zwei fest angestellte Gärtner/in, einer Teilzeitkraft und vielen ehrenamtliche Mitgliedern bewältigt.

Im Jahr 2019 konnten einige Anbauflächen dazu gewonnen werden. Auch 2020 kommt eine zusätzliche Anbaufläche dazu. Darüber hinaus haben wir eine weitere Gärtnerin gewinnen können, die uns zukünftig mit 70 % ihrer Arbeitskraft unterstützt. Wir freuen uns schon auf die Zusammenarbeit.

Im Unterschied zu einer Bio-Kiste, teilen sich die Erntebezieher in der Solawi die Ernte. Alles was geerntet wird, wird solidarisch geteilt. Dabei fällt natürlich im Winter der Gemüsekorb deutlich kleiner aus als im Sommer.


Interessierte, in welcher Form auch immer, können sich gerne bei uns melden.

Gerne beantworten wir auch Deine Fragen !

Apfelernte

Auf unserer Streuobstwiese, die wir in diesem Jahr neu dazu bekommen haben, konnten wir neben Mirabellen und Pflaumen nun auch Äpfel ernten. Viele Apfelbäume haben bereits im August deutliche Unterschiede im Aussehen und Geschmack gezeigt.

Ab Mitte September konnten dann auch die ersten Äpfel geerntet werden. Jeden Freitag haben sich dazu Freiwillige getroffen und für die Samstags- und Mittwochsabholung Äpfel gepflückt. Da wir die Sorten nicht kannten, mussten viele Äpfel vorher probiert werden. Danke an die vielen unterschiedlichen Helfer, die jeden Freitag in ausreichender Anzahl da waren und die Ernte ermöglicht haben.

Im nächsten Jahr werden wir sicherlich die Reifepunkte der einzelnen Sorten noch besser treffen und können uns über noch größere Ernten freuen. In diesem Frühjahr wurden viele Bäume stark zurückgeschnitten und dadurch sind einige Fruchtäste auf der Strecke geblieben.

Am Sonntag, den 14.10., haben wir dann den Großteil der Äpfelbäume abgeerntet. Dank tatkräftiger Unterstützung bei der Ernte hatten wir an dem Sonntag innerhalb kürzester Zeit ca. 800kg Äpfel gesammelt. An dem darauf folgenden Samstag haben wird diese zu Apfelsaft gepresst. Der Saft konnte direkt auf unserem Erntefest in der Gärtnerei getrunken und mitgenommen werden.

Die Äpfel der letzten drei Bäume haben wir dann am Freitag den 25.10.2019 geerntet. Dabei waren mittlerweile die Schafe wieder auf der Streuobstwiese. Interessiert wurden wir von den Schafen beobachtet und wenn niemand hingeschaut hat, kam die Herde näher und machte sich über die frisch gepflückten Apfel her. Anscheinend ist schön angerichtetes Obst in Kisten auch für Tiere interessanter, als das auf dem Boden verstreute Fallobst.

Solawi Weinheim jetzt auch mit Obst

Seit Februar 2019 haben wir eine Streuobstwiese gepachtet. Dadurch können wir in dem zweiten Jahr des Bestehens der Solawi Weinheim zusätzlich zu dem Gemüse auch Obst ernten.

Zustand der Streuobstwiese vor der ersten Pflege.
Gut zu erkennen: auf der südlichen Seite (im Bild auf der linken Seite) stehen die jüngsten Bäume. In jeder Reihe stehen ca. 10 Bäume.

Auf der Wiese stehen viele alte Obstbäume. Neben vielen Apfel-, Pflaumen und Kirschbäumen wachsen dort auch einige Birnen, Mirabellen, Walnüsse und ein Aprikosenbaum. Da die Bäume teilweise schon länger nicht mehr gepflegt wurden, haben wir uns erst einmal an den Schnitt gemacht.

Erste Schnittmaßnahmen …

Bei mehreren Pflegeeinsätzen mit den Mitgliedern konnte wir viele der Bäume zurückschneiden. An einem der Einsätze haben wir durch Hr. Stimmler vom Obstbau- und Gartenbauverein Sulzbach eine Einführung in den Obstbaumschnitt erhalten und wussten dann mehr über Schnitttechniken, Leitäste, Wassertriebe und die Saftwaage. Durch praktische Vorführung und viele Tipps konnten sich die Mitglieder danach mit einem besseren Gefühl an die Schnittmaßnahmen machen.

Einen großen Teil des Schnittgutes haben wir dann an einem zusätzlichen Einsatztag häckseln können und zur Gärtnerei gebracht. Dort wird nun aus dem Häckselgut Kompost für den Gemüseanbau hergestellt.

Mittlerweile sind schon viele Bäume geschnitten und auch erste Blüten und ihre Gäste haben sich eingestellt.

Da einige ältere Bäume Bruthöhlen haben, sind wir schon gespannt, welche Vögel sich dort niederlassen werden.

Entspannte Gesichter nach dem Schnitt.
Jetzt sieht es schon viel Lichter aus.


Essen ist politisch – auch in Weinheim

Gutes Essen, eine bessere Landwirtschaft und der Erhalt der Bauernhöfe, das steht 2019 auf dem Spiel. Bei der kommenden EU Agrarreform wird festgelegt, wie in den nächsten 7 Jahren unser Geld an die Landwirtschaft verteilt wird. Aktuell wird ein großer Teil des EU Haushaltes nur über die Fläche verteilt. Wer viel Land und Ackerboden besitzt, erhält viele Subventionen. Damit zukünftig kleinere Höfe und ökologisch arbeitende Betriebe stärker unterstützt werden, haben nun der Verein Solidarische Landwirtschaft und die großen Umweltverbände NABU und BUND zu einer Demo in Berlin am 19.1. aufgerufen. Ziel ist es, die Bundesregierung davon zu überzeugen, zukünftig die Bauern zu unterstützen, die Tiere artgerecht halten, insektenfreundliche Landschaften schaffen und gutes Essen herstellen wollen.

Aber auch in Weinheim kann man sich für eine bessere Landwirtschaft einsetzen. Seit letztem Jahr gibt es in Weinheim die Solawi, die unter dem Motto „sich die Ernte teilen“ vor Ort Gemüse ökologisch anbaut. Dabei übernehmen die Mitglieder zusammen mit zwei angestellten Gärtnern die Verantwortung für den Anbau und den Betrieb der solidarischen Landwirtschaft.

Im Rahmen der „Wir haben es satt“ Kampagne zeigt die Solawi Weinheim am Sonntag, den 20.1. um 11:00 Uhr im Weinheimer Kino „Modernes Theater“ den Film „Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen“. Ein Film über die Lösungen, die wir brauchen, um den globalen ökologischen Kollaps aufzuhalten. Die Schauspielerin Mélanie Laurent und der französische Aktivist Cyril Dion sprechen mit Experten und besuchen weltweit Projekte und Initiativen, die alternative ökologische, wirtschaftliche und demokratische Ideen verfolgen. Was sie finden, sind Antworten auf die dringendsten Fragen unserer Zeit. Und die Gewissheit, dass es eine andere Geschichte für unsere Zukunft geben kann.

Am Montag, den 21.1. wird dann um 18:30 Uhr der Film „Unser Saatgut – Wir ernten, was wir säen“ („Seed“) gezeigt. Wenige Dinge auf unserer Erde sind so kostbar und lebensnotwendig wie Saatgut. Verehrt und geschätzt seit Beginn der Menschheit, sind die Samen unserer Kulturpflanzen die Quelle fast allen Lebens. Sie ernähren und heilen uns und liefern Rohstoffe für unseren Alltag. Doch diese wertvollste aller Ressourcen ist bedroht: Mehr als 90 Prozent aller Saatgutsorten sind bereits verschwunden. Biotech-Konzerne kontrollieren mit gentechnisch veränderten Pflanzen längst den globalen Saatgutmarkt. Daher kämpfen immer mehr passionierte Bauern, Wissenschaftler, Anwälte und indigene Saatgutbesitzer wie David gegen Goliath um die Zukunft der Sortenvielfalt.
Mit ihrem Dokumentarfilm „Unser Saatgut“ folgen Taggart Siegel und Jon Betz diesen leidenschaftlichen Saatgutwächtern, die unser 12.000 Jahre altes Nahrungsmittelerbe schützen wollen. Ohne es zu wissen, werden sie zu wahren Helden für die gesamte Menschheit, denn sie verbinden uns wieder mit dem ursprünglichen Reichtum unserer Kultur, die ohne die Saatgutvielfalt nicht bestehen kann.

Für die Filme kann man im Vorverkauf für 5,- Euro ab dem 15.1. Karten an der Kinokasse erwerben. An der Abendkasse sind dann die nicht verkauften Karten für 6,- Euro zu erhalten.

Wir freuen uns auf dein kommen.