April 2019

Der Garten füllt sich im April schnell mit Frühlingskulturen wie verschiedenen Schnittsalaten, Spinat, Kohlrabi, rote Bete, Karotten und Zwiebeln. Die warme Witterung erlaubt es uns die weißen Vliese abzunehmen und der Garten zeigt sich. Das vorsichtige Beikraut jäten und die großen Kompostgaben in der letzten Saison machen sich bezahlt: der Garten ist fruchtbar und schnell zu bepflanzen. Für alle Gemüsesorten der Kohlfamilie ist jetzt das Abdecken mit Schutznetzen wichtig. Diese sollen die kleine Kohlfliege und den Kohlweißling davon abhalten Eier auf die Pflanzen zu legen. Auch Schädlinge wie die Larven der Zwiebelfliege mochten das warme Wetter und richten schnell großen Schaden bei Knoblauch und überwinterten Zwiebeln an.

Die Vliesabdeckungen im Freiland können bei sommerlichen Temperaturen mitte April heruntergenommen werden und der Garten zeigt sich.

Larven der Zwiebelfliege richten schnell großen Schaden bei Knoblauch und Frühlingszwiebeln an.

Gemüse im April

Im April gibt es Mangold, Bundzwiebeln , viele Salate, Spinat und die ersten Radieschen und Navets.
Danke an Bela und Maray die den Abholraum so schön neu gestaltet haben!
Im April sind die ersten Radieschen reif.
Die Erdbeeren werden rot.
Melanie pflanzt am 11. April die Auberginen.

Sommergemüse im Gewächshaus

Viele der überwinterten Gemüse wie Mangold und verschiedene Salate gehen jetzt in die Blüte und wir pflanzen im Gewächshaus die Sommerkulturen wie Tomaten, Salatgurken, Paprika und Auberginen. Wir erziehen alle diese Sommergemüse an schnüren und pflegen sie 1-2 mal pro Woche. Das regelmäßige ausgeizen der Seitentriebe bewirkt eine gute Durchlüftung und einen regelmäßigen Fruchtansatz.
Wir mulchen all unsere Gewächshaus Beete mit einer 1cm Schicht aus Kompost, sonst nichts!
Tomaten und frühe rote Bete.
Sommer im Gewächshaus!

Andreas mäht unsere neue kleine Anbaufläche ganz in der nähe der Gärtnerei. Bis hier Gemüse wachsen kann gibt es noch einiges zu tuen!


Ein Jahr Solidarische Landwirtschaft in Weinheim

Im Januar 2018 trafen sich einige Interessierte zur Gründung eines Vereins, dessen Zweck u.a. die Umsetzung von ökologischer und sozialer Landbewirtschaftung und verpackungsfreier Selbstversorgung ist. An diesem kalten Wintertag hätte keiner gedacht, wie erfolgreich das folgende Jahr werden würde. Ein begeisterter junger Gärtner, Felix Hofmann, und ein Ort für den Gemüseanbau waren zum Glück schnell gefunden. Und Gerhard Friedel, Gründer der Firma Water Future Systems und Pächter der alten Stadtgärtnerei, suchte nach Anwendungen für die Demonstration seiner Bewässerungssysteme. Bessere Voraussetzungen konnte es nicht geben und so wurde mit den Vorbereitungen für das Gartenjahr begonnen. Es wurde geputzt, aufgeräumt, Beete angelegt und massenhaft Aussaaten gemacht.

Das Interesse an der Solawi war groß und schon nach wenigen Wochen, am 4. März, waren bereits alle 40 Anteile vergeben. Nur einen Monat später wurde zum ersten Mal geerntet und von da an ging es steil bergauf. Im Juli und August wuchs die Menge an Gemüse vielen Mitgliedern sprichwörtlich über den Kopf und so konnten sie einen Teil innerhalb der Familie oder an Freunde weitergeben. Allein an Tomaten wurden insgesamt ca. 1,4 Tonnen geerntet! So konnte die Solawi viele Mitglieder und Familien wöchentlich mit frischem, regionalen Gemüse versorgen – das übertraf alle Erwartungen. Im November konnte die Gemeinschaft noch eine weitere Gärtnerin als Teilzeitkraft für die Mitarbeit in der Solawi gewinnen.

Frisches Gemüse für die Solawistas.

Es gab auch kleinere Rückschläge, da sich so manches Tierchen über das tolle Angebot im Garten hermachte – die Kohlweißling Raupen machten dabei die größten Probleme. Aber die Verluste hielten sich trotz des heißen und trockenen Sommers insgesamt in Grenzen, auch Dank des unterirdischen Bewässerungssystems der Firma Water Future Systems. Im Winter nahm die Erntemenge ein wenig ab, aufgrund der kleinen Anbaufläche konnte nur begrenzt klassisches Wintergemüse wie Sellerie, Möhren oder Kartoffeln angebaut werden. Deren lange Wuchszeit kann mit der aktuellen Fläche nicht realisiert werden, leider konnte auch nach intensiver Suche noch kein “Kartoffelacker” gefunden werden.

Dafür gab es im Januar erfreuliche Nachrichten: Eine Streuobstwiese mit 50 Obstbäumen wurde uns zur Pflege und Ernte verpachtet. Zusammen mit Herrn Speiser und dem Woinemer Kino wurden zwei gutbesuchte Filme aufgeführt, die viel Input über nachhaltige Entwicklung und den Umgang mit der Natur lieferten: „Tomorrow“ und „Unser Saatgut“.

Auf der Mitgliederversammlung nach dem ersten Gartenjahr durften jetzt einige neue Mitglieder begrüßt werden, denn die Anteile wurden auf 55 erhöht. Interessierte MitstreiterInnen sind genauso willkommen wie Angebote für einen Acker. Kontakt: solawi-weinheim.de oder 06201/2498846

So sah es im September vor der Gärtnerei aus.

Solawi Weinheim jetzt auch mit Obst

Seit Februar 2019 haben wir eine Streuobstwiese gepachtet. Dadurch können wir in dem zweiten Jahr des Bestehens der Solawi Weinheim zusätzlich zu dem Gemüse auch Obst ernten.

Zustand der Streuobstwiese vor der ersten Pflege.
Gut zu erkennen: auf der südlichen Seite (im Bild auf der linken Seite) stehen die jüngsten Bäume. In jeder Reihe stehen ca. 10 Bäume.

Auf der Wiese stehen viele alte Obstbäume. Neben vielen Apfel-, Pflaumen und Kirschbäumen wachsen dort auch einige Birnen, Mirabellen, Walnüsse und ein Aprikosenbaum. Da die Bäume teilweise schon länger nicht mehr gepflegt wurden, haben wir uns erst einmal an den Schnitt gemacht.

Erste Schnittmaßnahmen …

Bei mehreren Pflegeeinsätzen mit den Mitgliedern konnte wir viele der Bäume zurückschneiden. An einem der Einsätze haben wir durch Hr. Stimmler vom Obstbau- und Gartenbauverein Sulzbach eine Einführung in den Obstbaumschnitt erhalten und wussten dann mehr über Schnitttechniken, Leitäste, Wassertriebe und die Saftwaage. Durch praktische Vorführung und viele Tipps konnten sich die Mitglieder danach mit einem besseren Gefühl an die Schnittmaßnahmen machen.

Einen großen Teil des Schnittgutes haben wir dann an einem zusätzlichen Einsatztag häckseln können und zur Gärtnerei gebracht. Dort wird nun aus dem Häckselgut Kompost für den Gemüseanbau hergestellt.

Mittlerweile sind schon viele Bäume geschnitten und auch erste Blüten und ihre Gäste haben sich eingestellt.

Da einige ältere Bäume Bruthöhlen haben, sind wir schon gespannt, welche Vögel sich dort niederlassen werden.

Entspannte Gesichter nach dem Schnitt.
Jetzt sieht es schon viel Lichter aus.


Februar / März 2019

Wir beginnen das neue Gartenjahr Anfang Februar mit Aussaaten von verschiedenen Kohlgemüsen, Salaten, Zwiebeln, Kräuter und Knollenfenchel. Etwa vier Wochen später, werden die ersten Jungpflanzen gepflanzt und dickes Vlies schützt die kleinen pflanzen vor kaltem Wind und starkem Regen.

Melanie pflanzt ende Februar den ersten Kopfsalat.


Silke pflanzt Spinat.

Vlies schützt die Jungpflanzen vor kaltem Wind.
Jungpflanzen mitte Februar. Wir stellen die Aussaatplatten für ein paar Tage auf eine kleine wärme Matte, danach können sie problemlos auf diesen „kalten“ Tischen stehen bis zur Pflanzung in etwa 4 Wochen.

Jungpflanzenanzucht und Anzucht der Sommerkulturen

Um zu schnell Keimen brauchen die meisten Samen eine Keimtemperatur von 18-25 Grad. Besonders die kalten Nächte im Gewächshaus verlangsamen den Prozess. Wir stellen die ersten Aussaatpatten für 4-5 Tage auf eine Wärmematte und danach auf die “kalten“ Gewächshaustische.

Die Sommer Gewächshauskulturen wie Auberginen, Paprika, Chili und Tomaten säen wir in große Pikierschalen. So können wir mit wenig Wärme sehr viele Samen zum keimen bringen. Später pikieren wir die kleinen pflanzen im Keimblattstadium in Erdpresstöpfe. All diese Sommergemüse sind sehr kälteempfindlich und müssen vor allem Nachts warm gehalten werden. Unsere kleine Heizmatte ist eine Art „Fußbodenheizung“ und hält konstant 20-22 grad. Diese Saison bauen wir sieben verschiedene Tomatensorten an. Die ersten Tomatenernte kann im Juni erwartet werden!
Jungpflanzen im Februar
Auberginen, Paprika und Tomaten haben´s gern warm und stehen auf einer Wärmematte. Renate pikiert mit Sorgfalt hunderte pflanzen.
Paprika Aussaat links und zum pikieren fertige Paprikapflanzen rechts (etwa 2 Wochen alt)
Die Auberginen sind jetzt 6 Wochen alt und Silke topft sie in einzelne Töpfe um.

Gemüse im März

Das Gemüse im März lässt den bevorstehenden Frühling erahnen. Es gibt bunte Salate, Kräuter, Frühlingszwiebeln, Bärlauch, Mangold und Kresse.
Überwintertes Gemüse im Gewächshaus, hier pflanzen wir in 4 Wochen die ersten Tomaten.


Spinat
Jochen hat schon viele der kaputten Scheiben repariert! Danke!!

Bis bald !

Felix

Essen ist politisch – auch in Weinheim

Gutes Essen, eine bessere Landwirtschaft und der Erhalt der Bauernhöfe, das steht 2019 auf dem Spiel. Bei der kommenden EU Agrarreform wird festgelegt, wie in den nächsten 7 Jahren unser Geld an die Landwirtschaft verteilt wird. Aktuell wird ein großer Teil des EU Haushaltes nur über die Fläche verteilt. Wer viel Land und Ackerboden besitzt, erhält viele Subventionen. Damit zukünftig kleinere Höfe und ökologisch arbeitende Betriebe stärker unterstützt werden, haben nun der Verein Solidarische Landwirtschaft und die großen Umweltverbände NABU und BUND zu einer Demo in Berlin am 19.1. aufgerufen. Ziel ist es, die Bundesregierung davon zu überzeugen, zukünftig die Bauern zu unterstützen, die Tiere artgerecht halten, insektenfreundliche Landschaften schaffen und gutes Essen herstellen wollen.

Aber auch in Weinheim kann man sich für eine bessere Landwirtschaft einsetzen. Seit letztem Jahr gibt es in Weinheim die Solawi, die unter dem Motto „sich die Ernte teilen“ vor Ort Gemüse ökologisch anbaut. Dabei übernehmen die Mitglieder zusammen mit zwei angestellten Gärtnern die Verantwortung für den Anbau und den Betrieb der solidarischen Landwirtschaft.

Im Rahmen der „Wir haben es satt“ Kampagne zeigt die Solawi Weinheim am Sonntag, den 20.1. um 11:00 Uhr im Weinheimer Kino „Modernes Theater“ den Film „Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen“. Ein Film über die Lösungen, die wir brauchen, um den globalen ökologischen Kollaps aufzuhalten. Die Schauspielerin Mélanie Laurent und der französische Aktivist Cyril Dion sprechen mit Experten und besuchen weltweit Projekte und Initiativen, die alternative ökologische, wirtschaftliche und demokratische Ideen verfolgen. Was sie finden, sind Antworten auf die dringendsten Fragen unserer Zeit. Und die Gewissheit, dass es eine andere Geschichte für unsere Zukunft geben kann.

Am Montag, den 21.1. wird dann um 18:30 Uhr der Film „Unser Saatgut – Wir ernten, was wir säen“ („Seed“) gezeigt. Wenige Dinge auf unserer Erde sind so kostbar und lebensnotwendig wie Saatgut. Verehrt und geschätzt seit Beginn der Menschheit, sind die Samen unserer Kulturpflanzen die Quelle fast allen Lebens. Sie ernähren und heilen uns und liefern Rohstoffe für unseren Alltag. Doch diese wertvollste aller Ressourcen ist bedroht: Mehr als 90 Prozent aller Saatgutsorten sind bereits verschwunden. Biotech-Konzerne kontrollieren mit gentechnisch veränderten Pflanzen längst den globalen Saatgutmarkt. Daher kämpfen immer mehr passionierte Bauern, Wissenschaftler, Anwälte und indigene Saatgutbesitzer wie David gegen Goliath um die Zukunft der Sortenvielfalt.
Mit ihrem Dokumentarfilm „Unser Saatgut“ folgen Taggart Siegel und Jon Betz diesen leidenschaftlichen Saatgutwächtern, die unser 12.000 Jahre altes Nahrungsmittelerbe schützen wollen. Ohne es zu wissen, werden sie zu wahren Helden für die gesamte Menschheit, denn sie verbinden uns wieder mit dem ursprünglichen Reichtum unserer Kultur, die ohne die Saatgutvielfalt nicht bestehen kann.

Für die Filme kann man im Vorverkauf für 5,- Euro ab dem 15.1. Karten an der Kinokasse erwerben. An der Abendkasse sind dann die nicht verkauften Karten für 6,- Euro zu erhalten.

Wir freuen uns auf dein kommen.

November 2018

Es ist jetzt wirklich Winter und unser erstes Gartenjahr neigt sich dem Ende zu. Wettermäßig war es ein extremes Jahr mit sehr vielen Sonnenstunden, Hitze und buntem Gemüse. Es ist als Gärtner jetzt Zeit über die Saison zu reflektieren, Notizen zu sortieren, Saatgut zu bestellen und vor allem zu ruhen.  Die ersten Ausaaten machen wir wieder in der ersten Februar Woche. Hier nähern wir uns wieder 10 Stunden Tageslicht und die Pflanzen erwachen langsam wieder aus ihrem Winterschlaf.

Ich möchte mich bei euch allen für diese ereignisreiche Gartensaison bedanken, die Zeit ist wirklich verflogen, seit wir uns das erste mal (in meinem Wohnzimmer) getroffen haben! Es schien so, als ob die richtigen Menschen immer genau dann aufgetaucht sind, wenn es nicht erwartet wurde.

Da waren Abel, Nicole, Jörg und andere mit ihrer (jahrelangen) Solawi-Erfahrung, Gerhard und Catherine, die uns die Nutzung der Gärtnerei erlaubten, Phillip, der mit seinem großen Bagger die Tonnenschweren Betonplatten aus den Beeten hob, Manfred, der sich bereit erklärte sich um unsere Finanzen zu kümmern, Felix, der mit großem Einsatz sein berufspraktisches Projektsemester in der Gärtnerei absolvierte, Ingrid, die unsere Buchhaltung übernahm und Melanie die als Gärtnerin angestellt wurde.  Besonderen Dank auch an Ursel, Silke, Renate, Rita und Damaris die (jede Woche) gärtnern und ernten, die Vereinsvorstände Reiner und Andreas und alle die jeden Monat im Plenum mitdiskutieren!

Im Februar waren da wo jetzt viele Gemüse Beete sind noch Betonplatten der alten Frühbeetkästen.

Das Gemüse im Gewächshaus ist für die Winter und Frühjahrs ernte.

Die “Zutaten“ für die Salat Mischungen im November sind vielfältig: Blattsalate, Rucola, Feldsalat, Radichio, Zuckerhut, Spinat, Asia-Salat, Postelein, Endivien, Pak-choy..

Rita putzt Radicchio

Vlies und Folien schützen die letzten Freilandsalate vor Frost.

Spinat ist ein sehr winterhartes Gemüse und wird im zeitigen Frühjahr viele große Blätter zum kochen bilden.

“No Dig“ Workshop

Unser kleiner Workshop mit Charles Dowding in der Villa Titiania und an der alten Stadtgärtnerei war ausverkauft und die etwa 50 Teilnehmer konnten viel über den ökologischen Gemüsebau ohne Bodenbearbeitung, Jungpflanzenanzucht, Saatgut, Kompost, Versuchsbeete,  und Erntemethoden lernen.

Dieser Tag hat mir viel bedeutet und es war toll, so viel positives Feedback zu hören.

Nach dem Vortrag gab es eine rege Diskussion mit vielen Rückfragen!

Im Gewächshaus diskutieren wir über Erntemethoden im Winter und Saisonverfrühung. Foto: Jörg Steinbrenner

Das Anlegen von neuen Beeten ohne Bodenbearbeitung ist einmalig viel Arbeit und benötigt eine recht große Menge an Inputs wie Kompost und Holzhackschnitzel. Später ist ein solcher Garten einfach Unkrautfrei zu halten und sehr produktiv! Foto: Jörg Steinbrenner

Bis im neuen Jahr!

Felix

Oktober 2018

Gemüse im Oktober

Im Oktober ernten wir  den ersten Knollensellerie, Lauch, die letzten Tomaten, und viele verschiedene bunte Salate. Die Grünkohl Saison beginnt und die gewellten Blätter sind wohl das gesündeste Gemüse, das es gibt.

Melle bei der Feldsalaternte

Feldsalat “Elan“

Warmes Wetter für mitte Oktober

Kompost und “No Dig“ Workshop

Kompost kann aus jedem organischen Material hergestellt werden. Wir verwenden in der Gärtnerei gut verrottetes Material aus Grünschnitt und Bioabfall, und Rindermist. Sonst nichts!

Im nächsten Jahr wollen wir unseren eigenen Kompost verwenden.

Ganz nach dem Vorbild eines Waldes , wo alle Blätter und anderes Material im späten Herbst auf dem Boden landen, mulchen wir die Beete sobald sie abgeerntet werden, mit einer dünnen Schicht Kompost.  Große und kleine Bodenlebewesen sind jetzt hungrig und arbeiten das Material langsam in tiefere Bodenschichten ein.

Bei anlegen der neuen Beete im April mulchen wir einmalig mit einer großen Menge Kompost und an Stellen mit vielen mehrjährigen Unkräutern zusätzlich mit Kartonage. So erhalten wir schnell weitgehend unkrautfreie Beete mit mit fruchtbarem Boden. In Folgejahren wir der Boden nie gewendet oder bearbeitet.

Im Garten haben wir nach 3 Saisons in denen wir mit Kompost arbeiten einen sehr fruchtbaren Boden mit vielen Regenwurmgängen.

Wer mehr zum intensiven Gemüsebau ohne jegliche Bodenbearbeitung erfahren möchte (No Dig) sollte zu unserem Workshop mit Charles Dowding am 3. Dezember in der Villa Titiania kommen.  Die enge Zusammenarbeit mit Charles und Steph hat mich sehr geprägt und mir bedeutet es viel die beiden bei uns begrüßen zu können!

Viele Informationen und Bilder gibt es unter www.charlesdowding.co.uk .

Wir kompostieren alle Gartenabfälle, Unkräuter, Holz, und Mist. Dabei entstehen Temperaturen von 60 Grad und mehr.

Sellerie “Monarch“ schwillt an

Rucola und Asiasalat endlich ohne Erdflöhe

Gewächshaus und Folientunnel anbau

Wer im Winter und zeitigen Frühjahr Gemüse ernten will muss die Pflanzen vor den äußeren Witterungsbedingungen schützen. Es ist nicht so sehr der Temperaturunterschied aber viel mehr der Schutz vor starkem Regen und Wind der winterharte Gemüse wie Spinat, Mangold, Bundzwiebeln, Grünkohl, Salat und Karotten (langsam..) weiterwachsen lässt.

Die Sommerkulturen wie Tomaten, Paprika und Auberginen sind komplett geräumt. Zusammen mit Melle, Silke und Ursel pflanzen wir die letzten Jungpflanzen der Saison und die beiden Gewächshäuser sind wieder gefüllt.

August Aussaaten von Karotten und Kohlrabi für die Winterernte im Garten können ab Dezember geerntet werden.

Karotten Tunnel Nr. 2 im Garten

Bis bald und alles Liebe,

Felix

September 2018

Grünkohlsorten “Grüner Krauser“, “Roter Krauser“, und Schwarzkohl “Nero Di Toscana“ genießen die kühleren Temperaturen.

Erich Kästner “Der September“

Das ist ein Abschied mit Standarten
aus Pflaumenblau und Apfelgrün.
Goldlack und Astern flaggt der Garten,
und tausend Königskerzen glühn.

Das ist ein Abschied mit Posaunen,
mit Erntedank und Bauernball.
Kuhglockenläutend ziehn die braunen
und bunten Herden in den Stall.

Das ist ein Abschied mit Gerüchen
aus einer fast vergessenen Welt.
Mus und Gelee kocht in den Küchen.
Kartoffelfeuer qualmt im Feld.

Das ist ein Abschied mit Getümmel,
mit Huhn am Spieß und Bier im Krug.
Luftschaukeln möchten in den Himmel.
Doch sind sie wohl nicht fromm genug.

Die Stare gehen auf die Reise.
Altweibersommer weht im Wind.
Das ist ein Abschied laut und leise.
Die Karussells drehn sich im Kreise.
Und was vorüber schien, beginnt.

Charentais Melonen.

Im September beginnt die Spinat Saison.

Spitzkohl Filderkraut

Wir bepflanzen die Freilandbeete ein letztes mal mit viel grünem Gemüse: Spinat, Rucola, Feldsalat, Asia-Salate.

Die Fleischtomaten werden in den nächsten Wochen geräumt und der Kohlrabi für den Winter ist schon darunter gepflanzt

Etwas gebastelt mit Gerhard und wir können das Gewächshaus jetzt mit Regenwasser bewässern!

Spinat ernte mit Silke

Bis bald,

Felix

August 2018

Mitte August ist der Beginn des “zweiten Frühlings“ ,  im Spätsommer säen wir viele der Frühlingskulturen wie Kohlrabi, Salate, Radieschen, Spinat, Rucola erneut aus. Die Tage werden schnell kürzer und anstatt direkt zu säen, ziehen wir die meisten Pflanzen im Anzuchtgewächshaus vor. Dadurch gewinnen wir 2-3 Wochen und können pflanzen sobald etwas abgeerntet wird. Die meisten Beete werden so mit ihrer dritten Kultur bepflanzt!

Renate macht jede Woche Aussaat- und Pikierarbeiten. Es ist eine Arbeit bei der Geduld und Konzentration gefordert ist. Gute Jungpflanzen sind der erste und wichtigste Schritt um Gemüse zu ernten. Danke Renate!

Der erste Grünkohl ist zart und kann leicht gedünstet oder auch roh gegessen werden.

Im August sind endlich die Paprika reif!

Ridgedale Permaculture 16-20 August

Vom 16-20 August hatte ich die Möglichkeit an einem Workshop mit Richard Perkins im ländlichen Vesta Ämtervik in Schweden teilzunehmen. Es ging um viele Themen rund um kleine und intensive Gärtnerei, Hühnerhaltung und Permakulturdesign. Der Hof und welche Möglichkeiten er jungen Menschen zum lernen bietet ist in Europa, wenn nicht Weltweit, einzigartig. Am Workshop nahmen 40 Menschen aus der ganzen Welt teil!

Viele Informationen gibts hier und im Buch “Making Small Farms Work“ :

www.ridgedalepermaculture.com

Auf permanenten Beeten wird Feingemüse für ein Abokisten und Restaurants produziert.

Der Hof befindet sich auf dem 59 Breitengrad nördliche Breite und die Saison ist extrem kurz.

Gemüse im August

Es sieht schon herbstlich aus!

Rita erntet Cherrytomaten

Felix und Leon pflanzen Spinat.

Felix

Felix Benzmüller beendet am 7. September sein Berufspraktisches Projekt Semester hier in der alten Stadtgärtnerei.  Felix, ich möchte mich für alles bei dir bedanken, es hätte ohne deine gedankenvolle und durchgehende Mitarbeit niemals so gut geklappt.

Danke Felix

Felix bereitet Beete im Garten für die Feldsalat Aussaat vor.

Feldsalat, Chinakohl, Lauch, Brokkoli, Fenchel…

 

Bis bald,

Felix

 

Juli 2018

Ah. Juli!

Es ist die Zeit im Jahr wo fast alles was angebaut werden kann, geerntet wird. Es ist der Höhepunkt der Tomaten Saison und wir ernten die roten  Früchte 2 mal pro Woche.

Silke hat den ersten Versuch sonnengetrockneter Tomaten vorbereitet!

Wir ernten 80-100 Kg Fleischtomaten jede Woche

Unsere samenfesten Tomatensorten von oben Links nach unten Rechts: Blackcherry, Birnenförmige Gelbe, Marmande, Belmonte, Ochsenherz, Ruthje, Ingridtomate und Blush.

Tomaten Saatgutgewinnung

Tomaten befruchten sich selbst, dies erlaubt uns auch von vielen verschiedenen Sorten die in einem Gewächshaus wachsen Saatgut zu gewinnen.

Saatgut von samenfesten Tomatensorten zu gewinnen ist einfach: Wir ernten Früchte von gesunden und reichtragenden Pflanzen und lassen sie überreif werden. Als nächstes schneiden wir die Früchte in zwei Teile und quetschen das Fruchtfleisch aus. Diese „Tomatensuppe“ lassen wir für zwei Tage fermentieren.

Nach dem fermentieren des Saatguts lassen sich die Samen gut und einfach reinigen.

Als nächstes füllen wir diese Mischung in eine Milchflasche und füllen das ganze mit Wasser auf. Die schweren Samen sinken nach unten und das Fruchtfleisch kann abgegossen werden.

Das Saatgut wurde gesiebt und trocknet jetzt. Tomatensamen bleiben für viele Jahre keimfähig!

Felix erntet jeden Tag Salatgurken!

Solawi Gemüsegarten Hoxhol

Felix, Laura und Ich besuchten am 15. Juli den Gemüsegarten Hoxhol von Vivian Glover. Der Gemüsegarten Hoxhol ist ein Gemüseacker im Modautal im Odenwald. Hier wird auf Freilandbeeten ökologisches Gemüse für 60 Anteile produziert. Das Gemüse wird an zwei Depots unter anderem in Bensheim abgeholt. Die schlimme Trockenheit macht der Gärtnerei ohne Wasseranschluss zu schaffen: Das Wasser wird in 1000L Containern zum Acker gebracht und neue Pflanzungen mit Hilfe der Schwerkraft und Tropfschläuchen bewässert. Vivians Garten ist für mich eine große Inspiration und sie ist unter anderem im Junglandwirte Netzwerk aktiv und organisiert Workshops und Fortbildungen.

Auf den permanenten Beeten wachsen viele verschiedene gut gepflegte Kulturen wie Sellerie, Auberginen, Tomaten, Paprika, Lauch und mehr.

Fachsimpeln mit Vivian, Tolle Freilandtomaten rechts!

Die Zwiebeln trocknen und werden im Herbst verteilt!

Grüße auch von Mr. Zuchini

Der zweite Juli Satz Salat geht auf Grund der großen Hitze und unregelmäßiger Bewässerung in die Blüte

Unkraut..

Termine

  • Einkoch – Wochenende auf der Tromm vom 10. – 12. August
  • Sonntag 12 August Plenum auf der Tromm (11-13 Uhr)

Danke an alle die helfen und Viele Grüße,

Felix