Oktober 2019

Ende Oktober betreten wir, wie es der Pionier des intensiven ökologischen Anbaus Eliot Coleman nennt, die “Persephone Monate”. Es beginnt die dunkelste Zeit des Jahres und die Tage sind jetzt kürzer als 10 Stunden. Das Pflanzenwachstum ist dadurch sehr langsam und wir können ernten was im Verlauf des Sommers gepflanzt wurde. Die Anteile im Oktober enthalten Herbstgemüse wie Lauch, Knollenfenchel, Karotten, Kohl, Rettich, Spinat, Äpfel von der Streuobstwiese und bunte Schnittsalate.

Das gemeinschaftliche Apfelpressen im Oktober war ein voller Erfolg und der gewonnene Saft schmeckte süßlich-herb! Im Oktober räumen wir die Sommerkulturen aus unseren Gewächshausern und pflanzen Salate, Zwiebeln und Radieschen für die ernte im Frühjahr und Winter. Ein kleines Experiment sind Karotten die jetzt ausgesät werden für die sehr frühe ernte im April/Mai.

Diese Salate sind besonders winterharte Sorten: Salatrauke, “Red Russian” Kohl und Asia Salat “Mizuna”
Bunte Salatmischungen im Oktober: Spinat, Feldsalat, Rucola, Batavia, Radicchio.

Knoblauch

Es ist Zeit den Knoblauch zu stecken und wir verwenden die Sorten Thermidrome und Garpeck. Durch den nassen und warmen Boden keimen die Steck-zehen nur nach einer Woche. Der neue Garten am Hammelbrunnen ist jetzt komplett angelegt und mit Kompost gemulcht. Wir freuen uns auf die nächste Saison hier, mit so vielen neuen Beeten.

Bei einem warmen Oktober Regen stecken Alex und Melanie den Knoblauch am Hammelsbrunnen. Wir stecken etwa 25 Kg Saatgut.
Nur zwei Wochen später hat sich der Knoblauch gut entwickelt und wächst im Winter sehr langsam “vor sich hin“. Geerntet werden können die Knollen dann Anfang Juni.
Winterharte Gemüse wie Lauch können solange im Garten stehen bleiben bis wir sie ernten wollen.
Die Butternutkürbisse sind getrocknet und werden im Oktober verteilt. Danke an alle die beim gemeinschaftlichen Ernten und Kompost verteilen geholfen haben.

Was macht das Plastik da auf dem Acker?

Silofolien sind UV behandelte sehr reisfeste Folien die von Ackerbaubetrieben zum Abdecken von zum Beispiel Futtermaissilage verwendet werden. Bei vorsichtiger Behandlung können sie viele Jahre verwendet werden. Wir verwenden die Folien gerne um einen neuen Garten anzulegen (ohne den Boden bearbeiten zu müssen!) oder um die Beete über den Winter zu schützen. Im Frühjahr wenn wir die Folien abdecken finden wir immer viele Regenwürmer und unkrautfreie Beete.

Der Einsatz von Silofolien im neuen Garten am Münzacker.

Im Gewächshaus sind die Salate für den Winter gesetzt.

Bis bald und alles Liebe,

Felix

Apfelernte

Auf unserer Streuobstwiese, die wir in diesem Jahr neu dazu bekommen haben, konnten wir neben Mirabellen und Pflaumen nun auch Äpfel ernten. Viele Apfelbäume haben bereits im August deutliche Unterschiede im Aussehen und Geschmack gezeigt.

Ab Mitte September konnten dann auch die ersten Äpfel geerntet werden. Jeden Freitag haben sich dazu Freiwillige getroffen und für die Samstags- und Mittwochsabholung Äpfel gepflückt. Da wir die Sorten nicht kannten, mussten viele Äpfel vorher probiert werden. Danke an die vielen unterschiedlichen Helfer, die jeden Freitag in ausreichender Anzahl da waren und die Ernte ermöglicht haben.

Im nächsten Jahr werden wir sicherlich die Reifepunkte der einzelnen Sorten noch besser treffen und können uns über noch größere Ernten freuen. In diesem Frühjahr wurden viele Bäume stark zurückgeschnitten und dadurch sind einige Fruchtäste auf der Strecke geblieben.

Am Sonntag, den 14.10., haben wir dann den Großteil der Äpfelbäume abgeerntet. Dank tatkräftiger Unterstützung bei der Ernte hatten wir an dem Sonntag innerhalb kürzester Zeit ca. 800kg Äpfel gesammelt. An dem darauf folgenden Samstag haben wird diese zu Apfelsaft gepresst. Der Saft konnte direkt auf unserem Erntefest in der Gärtnerei getrunken und mitgenommen werden.

Die Äpfel der letzten drei Bäume haben wir dann am Freitag den 25.10.2019 geerntet. Dabei waren mittlerweile die Schafe wieder auf der Streuobstwiese. Interessiert wurden wir von den Schafen beobachtet und wenn niemand hingeschaut hat, kam die Herde näher und machte sich über die frisch gepflückten Apfel her. Anscheinend ist schön angerichtetes Obst in Kisten auch für Tiere interessanter, als das auf dem Boden verstreute Fallobst.

September 2019

Es ist Anfang Oktober und der Übergang vom Spätsommer zum Herbst war dieses Jahr schnell und schmerzlos. Es regnet viel, doch das ist für die letzten Pflanzungen im Freiland ideal. Wir ernten jetzt die Beete langsam ab und bereiten dann den Garten mit Kompost für den Winter vor. Im Gewächshaus pflücken wir die letzten Tomaten und Paprika und hier werden in zwei Wochen die Salate, Zwiebeln und Karotten für die ernten im Winter und Frühjahr gepflanzt.

Die Freilandbeete vor den Gewächshäusern ende September werden an einem Sonnentag ein letztes mal mit Salaten für die Winterernte bepflanzt.

Workshops und ein Besuch in Luxemburg

Die Gärtnerei Krautgaart befindet sich in Koerich in Luxemburg. Die drei Gärtner und eine Auszubildende Gärtnerin versorgen hier nun in ihrer dritten Saison 130 Familien einmal pro Woche mit Gemüse, das auf drei verschiedenen Flächen produziert wird. Am 14. September fand hier ein ausverkaufter Workshop mit 60 Teilnehmern statt. Es war ein intensiver Tag des Lernens und Austauschens, und der Garten ist unglaublich vielfältig und fruchtbar. Hühner werden in mobilen Hühnerställen über die Weide hinter dem Garten rotiert und die Eier werden auch am Abholtag in der großen Scheune verteilt. Danke Max für deine Zeit und Gastfreundlichkeit!

Informationen zu Gärtnerei findet ihr unter : www.krautgaart.com

Tolles Wetter und begeisterte Teilnehmer beim “No Dig“ Workshop bei der Gärtnerei Krautgaart in Luxemburg

Claude Petit zeigt wie mithilfe einer einfachen und altenbewährten Sembnder Sämaschine Spinat gesät werden kann.
Charles Dowding betont oft die große Wichtigkeit von selbst hergestelltem Kompost.
Die Gärtnerei Krautgaart produziert Gemüse für 160 Anteile auf etwas mehr als 4000 qm

Gärtnerei und Solawi Terra in Luxemburg (Stadt)

Gerade außerhalb der Hauptstadt Luxemburg liegt auf einem Hügel die Gärtnerei Terra. Auf einer 1,5 ha großen Streuobstwiese wird Gemüse und Obst seit 2014 für 160 Ernteanteile und auch andere Vermarktungswege produziert. Gemanagt wird die Gärtnerei von drei GärtnerInnen. Pit Reichert, der für den gärtnerischen Anbau zuständig ist, führte uns im Garten herum und zeigte uns die Infrastruktur. Danke für deine Zeit Pit!

Dieses Projekt demonstriert auf eine wunderschöne Weise, wie auf kleiner Fläche viele Lebensmittel produziert werden können, und trotzdem eine kleine vielfältige ökologische Nische entsteht. Besonders das kombinieren von Obstbäumen (die in 10m weiten Reihen gepflanzt wurden) und Gemüsereihen ist faszinierend. Die Bäume spenden im heißen Sommer angenehmen Schatten für Pflanzen und Menschen.

Viele Informationen zu Terra gibt es unter: www.terra-coop.lu

Die Gärten von Terra sind wunderschön und produktiv!

No Dig” Workshop in der alten Stadtgärtnerei

Am 15. September veranstalteten wir zum zweiten mal einen Workshop mit Charles Dowding und Stephany Hafferty aus England hier an der alten Stadtgärtnerei in Weinheim. Das kunstvolle Gärtnern ohne oder mit wenig Bodenbearbeitung (No Dig) weckt immer mehr Interesse, und hat für Gärtner die nur eine kleine Fläche bearbeiten viele Vorteile wie geringen Unkrautdruck und sehr fruchtbare Beete. Mir hat dieser Tag viel bedeutet und die Rückmeldungen der TeilnehmerInnen waren sehr positiv. Danke an alle die so viele leckere Dinge zum Buffet beigetragen haben und besonderen Dank auch an Melanie und Damaris, die im Garten demonstriert haben, wie wir ein Beet neu bepflanzen. Es hat rießen Spaß gemacht!

Melanie und Damaris demonstrieren wie wir ein ein Beet abernten und sofort neu bepflanzen. Sie rechen nach der Ernte alle Pflanzenreste zusammen, markieren die Reihen und Pflanzen dann Spinat. Foto : Andreas Freund
Lauch “Blauer Winter“ und Knollensellerie “Monarch“ stimmen ende September den Herbst und die Suppen Saison an.
Die Ochsenherz Fleischtomaten können noch etwas zwei Wochen geerntet werden. Dann pflanzen wir hier Salate für die Winter und Frühjahrsernte. Es war eine gute und bunte Tomatensaison!

Unsere Bodenfruchtbarkeit des nächsten Jahres: etwa 12 Tonnen Kompost. Auf der linken Seite unser eigener Gartenkompost der jetzt mehr als ein Jahr alt ist. Rechts der zugekaufte Kompost aus Grünschnitt und Bioabfall.
Spitzpaprika “Corno di bue Rosso“
Im neuen Garten am Hammelsbrunnen

Die Spitzkohlsorte “Filderkraut” wird traditionell für die Herstellung von Sauerkraut verwendet und die großen Kohlköpfe wachsen gut auf unseren schweren fruchtbaren Lehmböden.




Bis bald,

Felix

August 2019

Im August heißt es als Gärtner: dran bleiben! Es gibt viel zu ernten und zu pflegen, doch auch die Vorbereitungen für den Wintergarten beginnen. Im Gegensatz zum Frühjahr wenn die Tage immer länger und wärmer werden und spätere Aussaaten oft früher gepflanzte Sätze überholen (und besser wachsen) ist es umgekehrt: Die Aussaatzeitpunkte sollten genau eingehalten werden, da die Tage schnell kürzer werden. Wir pflanzen die ersten Spinat- und Feldsalat Beete und ernten wieder Schnittsalat. Es fühlt sich ende August schon herbstlicher an.

Biointensiver Anbau bedeutet eine kleine Fläche intensiv zu bepflanzen ohne dabei den Boden zu verschlechtern. Wir erreichen dies durch regelmäßige Kompostgaben und wenig Bodenbearbeitung. Viele dieser Beete werden im September mit ihrer vierten Kultur bepflanzt!

Ein Grund den Boden so wenig wie möglich zu stören sind Pilze: ihre Myzelien durchziehen den ganzen Boden und einige gehen symbiotische Beziehungen mit Pflanzen ein.

Acker am Hammelsbrunnen

Wir bauen dieses Jahr Gemüse auf vier verschiedenen Flächen an. Unter anderem auf dem neuen kleinen Ackerstück am Hammelsbrunnen. Der Kohl und Brokkoli hier sind gut gewachsen und wir pflanzen im August die zweiten Kulturen wie Knollenfenchel und Radiesen. Viele kleine Flächen (anstatt einer größeren) im Griff zu halten kann stressig sein: aufgrund der großen Hitze und ausbleibendem Regen vertrocknen im August viele der neu gesetzen Jungpflanzen. Zusammen mit Melanie, Damaris, Laura und Alex räumen wir die abgeernteten Brokkoli und Rotkohl und Brokkoli.

Die ersten Kürbisse wie diese Hokkaido und Muskat können geerntet und getrocknet werden.
Die Kürbisse wachsen gut zusammen mit den Sonnenblumen auf dem neuen Ackerstück am Hammelsbrunnen.

Wir räumen den abgeernten Brokkoli pflanzen und pflanzen hier Knollenfenchel für die Herbsternte. Danke an Andreas und Manfred, die hier den kleinen Zaun gebaut haben.
Ende August ist der Schnittsalat zurück, während des Sommers bauen wir wenig Salat an, es ist einfach zu heiß und trocken. Ich freue mich schon auf die vielen verschiedenen grünen Blätter im Herbst.

Melanie und Alex schneiden die Haupttriebe unserer Tomaten durch, so können die restlichen grünen Früchte gut abreifen und es werden keine neuen Früchte mehr gebildet.

Bunte Gewächshausernte für die Abholung am 26. August.

Die Tomatensaatgut Gewinnung ist schnell und einfach. Wir zerquetschen die reifen Früchte und lassen für eine Nacht fermentieren. Danach füllen wir die Behälter mit Wasser auf, so sinken die schweren Samen nach unten und das Fruchtfleisch kann nach und nach abgegossen werden.

Die Früchte der alten italienischen Sorte “Belmonte“


Alex erntet Paprika

Bis bald,

Felix

Juli 2019

Ende Juli ist es dann soweit: wir reiten auf der Tomaten-Welle! Wir ernten im Juli jede Woche 150-200 Kg der roten Früchte und das Einkochwochenende auf dem Zollhof kommt so gerade recht. Besonders sticht dieses Jahr die samenfeste Sorte Ruthje heraus, die süßlich aromatisch schmeckt und nicht platzt. Ein toller Moment sind auch die ersten fertigen Brokkoli und Bohnen auf dem neuen Acker am Hammelsbrunnen die Melanie, Alex und ich ernten. Die ersten Paprika bekommen Farbe und wir versuchen uns dieses Jahr mit verschiedenen samenfesten Sorten Block- und Spitzpaprika. Renate sät im Juli jede Woche einige Topfplatten für die ernte im Herbst und Winter aus: Kohlrabi, Chinakohl, Grünkohl, Salate, rote Bete.

Ende Juli ist wohl der Höhepunkt unserer Tomatensaison und diese samenfeste Sorte “Ruthje“ ist mein Favorit!

Die Himbeeren sind reif und zusammen mit Ursel und Silke und ernten wir die empfindlichen Früchte.

Bei der Himbeerernte gibts immer was zu naschen
Die erste Brokkoli ernte mit Melanie und Alex auf dem neuen Ackerstück
Bunte Paprika

Gemüsegarten Hoxhol

Der Gemüsegarten Hoxhol wird von Vivian Glover und ihrem Partner Alexander geführt. Vivian veranstaltete im Juli ein kleines Treffen für interessierte GärtnerInnen und es wurde über Kompost, Boden, Sorten, intensiven ökologischen Anbau und Vermarktung diskutiert. Der wunderschöne Garten liegt im Modautal im Odenwald und es gibt (noch) keinen Wasseranschluss. Dies bedeutet, dass das Wasser (oft mehrmals pro Woche) mit einem Anhänger zum Garten gebracht werden muss. Das Gemüse wird unter 65 ErnteteilerInen an zwei Depots einmal pro Woche verteilt. Mehr Informationen zum Anbau und der Solawi findet ihr hier: http://www.gemuesegarten-hoxhohl.de Danke Vivian!

Freiland Tomaten, Auberginen und Paprika gedeihen auf den Beeten die Vivian mit Kompost aufbaut und später mit Kleegras mulcht gut.
Ein Kleiner Traktor mit einer Kreiselegge ist alles was es braucht um die Beete flach zu bearbeiten und dann zu bepflanzen.

Solawi Viernheim

Das Gartengrundstück “Renners Obst- und Gemüsegarten“ ist in etwa 15 Minuten mit dem Fahrrad von der Stadtgärtnerei zu erreichen. Hier baut Gärtner Mett Hinger für die Mitglieder des Vereins Solidarische Landwirtschaft Viernheim e.V. Gemüse an. Auch viele ungewöhnliche Gemüsearten wie Süßkartoffeln, Sojabohnen und asiatische Auberginen stehen auf den Beeten. Es ist toll zu sehen, wie solche kleinen Solawi- (Garten) Projekte nur so aus dem Boden sprießen. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir nur etwas an unserem Ernährungssystem verändern können, wenn Gemüse wieder auf vielen kleinen Flächen für Menschen direkt vor Ort produziert wird. Danke für deine Zeit Mett!

Der Folientunnel wurde dieses Jahr erst fertiggestellt und hier wachsen verschiedene Sommergemüse wie Paprika und Tomaten.
Die Beete werden mit Tropfschläuchen bewässert und mit Stroh gemulcht.

Tolle Auberginen in Viernheim!

Bis bald,

Felix

Juni 2019

Viele Der Sommergemüse wie Tomaten und Auberginen kommen im Juni richtig in Schwung und wir pflegen die Gewächshauskulturen jede Woche. Im trockenen und heißen Juni sind wir Gärtner auf alles vorbereitet zum Beispiel schnelles wiederbepflanzen der abgeernteten Beete, denn viele der der im zeitigen Frühjahr gesäten Gemüsesorten sind jetzt reif. Besonders bei Neupflanzungen ist in den ersten zwei Wochen nach der Pflanzung das Bewässern sehr wichtig. Auch die Vorbereitungen für die Wintersaison beginnen ende Juni und wir säen zum Beispiel Grünkohl, Karotten und rote Bete für die Ernte ab Oktober.

Der Garten im Juni schöne Cosmea im Vordergrund
Fleischtomate ´Marmande´ haben wir selbst vermehrt , üppig!

Die grünen Schattiernetzte schützen die pflanzen vor zu hohen Temperaturen.
Fleischtomaten Ernte bei 38 Grad am 26. Juni

Spinnmilben im Unterglas Anbau

Spinnmilben richten bei trockener und heißer Witterung schnell großen Schaden an. Wir bringen bei ersten Anzeichen die nützlichen Raubmilben im Gewächshaus aus, um ihnen entgegenzuwirken. Doch dauerhafte Temperaturen über 30 Grad sind für die Nützlinge zu hoch. So kommt es Ende Juni zu einem abrupten Ende der Gurkensaison und wir entfernen die stark mitgenommenen Pflanzen aus dem Gewächshaus.

Tolle Salatgurken im Juni
Spinnmilben (rote Spinne) vermehren sich bei heißer und trockener Witterung rasend schnell. Für diese Salatgurken ist es zu spät und wir entfernen die Pflanzen und kompostieren sie um zu vermeiden, dass die Milben im Gewächshaus weiterwandern. Zwischen den beiden Aufnahmen liegen nur 14 Tage.
Celine ist Gartenbauingenieurin und hilft zwei Tage die Woche in der Gärtnerei hier erntet sie Buschbohnen.
Im Garten am Brunnweg wachsen Knollensellerie und Lauch für die Winterernte.
Unserer erste Knoblauchernte ist getrocknet und wurde im Juni verteilt.
Die Kürbisse auf dem Acker am Hammelsbrunnen.


Bis bald,

Felix

Mai 2019

Die Gärtnerei im Mai – Neues Ackerstück am Hammelsbrunnen

Im Mai war es ungewöhnlich kühl und nass, eine willkommene Veränderung zur letzten Saison. Besonders Salate und Kohlgemüse wie Kohlrabi sind gut gewachsen.

Kopfsalat ernte im Mai


Gemüse im Mai

Der Monat Mai ist interessant. fast jede Woche kommen neue Gemüsekulturen die geerntet werden können dazu: Kohlrabi, Brokkoli, Die ersten kleinen Karotten, Gurken, Mangold.

Gemüseanteil ende Mai
Alex hilft jeden Freitag in der Gärtnerei und erntet hier Erdbeeren
Das Gewächshaus : Salatgurken, Paprika, Tomaten
Salatgurken im Mai
Salatgurke
Ende Mai ernten wir den Knoblauch und Ursel bündelt ihn um die frischen Knollen zu trocknen


Neuer Acker am Hammelsbrunnen

Das neue kleine Ackerstück am Hammelsbrunnen hat fruchtbaren Boden und Dank Günter Seils hilfe haben wir dort auch Wasser zum bewässern der neu gesetzten Jungpflanzen. Ich möchte bei Celine bedanken die mit großem Einsatz an vielen Tagen half die neuen Beete anzulegen. Wir pflanzen hier Winterkohl, Brokkoli und Kürbisse.

Celine mulcht die neuen Beete am Hammelsbrunnen mit Grünschnitt – Kompost.


Der Kohl ist gesetzt.
Wir pflanzen die Kürbissorten Hokkaido, Butternut und Muskat.

April 2019

Der Garten füllt sich im April schnell mit Frühlingskulturen wie verschiedenen Schnittsalaten, Spinat, Kohlrabi, rote Bete, Karotten und Zwiebeln. Die warme Witterung erlaubt es uns die weißen Vliese abzunehmen und der Garten zeigt sich. Das vorsichtige Beikraut jäten und die großen Kompostgaben in der letzten Saison machen sich bezahlt: der Garten ist fruchtbar und schnell zu bepflanzen. Für alle Gemüsesorten der Kohlfamilie ist jetzt das Abdecken mit Schutznetzen wichtig. Diese sollen die kleine Kohlfliege und den Kohlweißling davon abhalten Eier auf die Pflanzen zu legen. Auch Schädlinge wie die Larven der Zwiebelfliege mochten das warme Wetter und richten schnell großen Schaden bei Knoblauch und überwinterten Zwiebeln an.

Die Vliesabdeckungen im Freiland können bei sommerlichen Temperaturen mitte April heruntergenommen werden und der Garten zeigt sich.

Larven der Zwiebelfliege richten schnell großen Schaden bei Knoblauch und Frühlingszwiebeln an.

Gemüse im April

Im April gibt es Mangold, Bundzwiebeln , viele Salate, Spinat und die ersten Radieschen und Navets.
Danke an Bela und Maray die den Abholraum so schön neu gestaltet haben!
Im April sind die ersten Radieschen reif.
Die Erdbeeren werden rot.
Melanie pflanzt am 11. April die Auberginen.

Sommergemüse im Gewächshaus

Viele der überwinterten Gemüse wie Mangold und verschiedene Salate gehen jetzt in die Blüte und wir pflanzen im Gewächshaus die Sommerkulturen wie Tomaten, Salatgurken, Paprika und Auberginen. Wir erziehen alle diese Sommergemüse an schnüren und pflegen sie 1-2 mal pro Woche. Das regelmäßige ausgeizen der Seitentriebe bewirkt eine gute Durchlüftung und einen regelmäßigen Fruchtansatz.
Wir mulchen all unsere Gewächshaus Beete mit einer 1cm Schicht aus Kompost, sonst nichts!
Tomaten und frühe rote Bete.
Sommer im Gewächshaus!

Andreas mäht unsere neue kleine Anbaufläche ganz in der nähe der Gärtnerei. Bis hier Gemüse wachsen kann gibt es noch einiges zu tuen!


Ein Jahr Solidarische Landwirtschaft in Weinheim

Im Januar 2018 trafen sich einige Interessierte zur Gründung eines Vereins, dessen Zweck u.a. die Umsetzung von ökologischer und sozialer Landbewirtschaftung und verpackungsfreier Selbstversorgung ist. An diesem kalten Wintertag hätte keiner gedacht, wie erfolgreich das folgende Jahr werden würde. Ein begeisterter junger Gärtner, Felix Hofmann, und ein Ort für den Gemüseanbau waren zum Glück schnell gefunden. Und Gerhard Friedel, Gründer der Firma Water Future Systems und Pächter der alten Stadtgärtnerei, suchte nach Anwendungen für die Demonstration seiner Bewässerungssysteme. Bessere Voraussetzungen konnte es nicht geben und so wurde mit den Vorbereitungen für das Gartenjahr begonnen. Es wurde geputzt, aufgeräumt, Beete angelegt und massenhaft Aussaaten gemacht.

Das Interesse an der Solawi war groß und schon nach wenigen Wochen, am 4. März, waren bereits alle 40 Anteile vergeben. Nur einen Monat später wurde zum ersten Mal geerntet und von da an ging es steil bergauf. Im Juli und August wuchs die Menge an Gemüse vielen Mitgliedern sprichwörtlich über den Kopf und so konnten sie einen Teil innerhalb der Familie oder an Freunde weitergeben. Allein an Tomaten wurden insgesamt ca. 1,4 Tonnen geerntet! So konnte die Solawi viele Mitglieder und Familien wöchentlich mit frischem, regionalen Gemüse versorgen – das übertraf alle Erwartungen. Im November konnte die Gemeinschaft noch eine weitere Gärtnerin als Teilzeitkraft für die Mitarbeit in der Solawi gewinnen.

Frisches Gemüse für die Solawistas.

Es gab auch kleinere Rückschläge, da sich so manches Tierchen über das tolle Angebot im Garten hermachte – die Kohlweißling Raupen machten dabei die größten Probleme. Aber die Verluste hielten sich trotz des heißen und trockenen Sommers insgesamt in Grenzen, auch Dank des unterirdischen Bewässerungssystems der Firma Water Future Systems. Im Winter nahm die Erntemenge ein wenig ab, aufgrund der kleinen Anbaufläche konnte nur begrenzt klassisches Wintergemüse wie Sellerie, Möhren oder Kartoffeln angebaut werden. Deren lange Wuchszeit kann mit der aktuellen Fläche nicht realisiert werden, leider konnte auch nach intensiver Suche noch kein “Kartoffelacker” gefunden werden.

Dafür gab es im Januar erfreuliche Nachrichten: Eine Streuobstwiese mit 50 Obstbäumen wurde uns zur Pflege und Ernte verpachtet. Zusammen mit Herrn Speiser und dem Woinemer Kino wurden zwei gutbesuchte Filme aufgeführt, die viel Input über nachhaltige Entwicklung und den Umgang mit der Natur lieferten: “Tomorrow” und “Unser Saatgut”.

Auf der Mitgliederversammlung nach dem ersten Gartenjahr durften jetzt einige neue Mitglieder begrüßt werden, denn die Anteile wurden auf 55 erhöht. Interessierte MitstreiterInnen sind genauso willkommen wie Angebote für einen Acker. Kontakt: solawi-weinheim.de oder 06201/2498846

So sah es im September vor der Gärtnerei aus.

Solawi Weinheim jetzt auch mit Obst

Seit Februar 2019 haben wir eine Streuobstwiese gepachtet. Dadurch können wir in dem zweiten Jahr des Bestehens der Solawi Weinheim zusätzlich zu dem Gemüse auch Obst ernten.

Zustand der Streuobstwiese vor der ersten Pflege.
Gut zu erkennen: auf der südlichen Seite (im Bild auf der linken Seite) stehen die jüngsten Bäume. In jeder Reihe stehen ca. 10 Bäume.

Auf der Wiese stehen viele alte Obstbäume. Neben vielen Apfel-, Pflaumen und Kirschbäumen wachsen dort auch einige Birnen, Mirabellen, Walnüsse und ein Aprikosenbaum. Da die Bäume teilweise schon länger nicht mehr gepflegt wurden, haben wir uns erst einmal an den Schnitt gemacht.

Erste Schnittmaßnahmen …

Bei mehreren Pflegeeinsätzen mit den Mitgliedern konnte wir viele der Bäume zurückschneiden. An einem der Einsätze haben wir durch Hr. Stimmler vom Obstbau- und Gartenbauverein Sulzbach eine Einführung in den Obstbaumschnitt erhalten und wussten dann mehr über Schnitttechniken, Leitäste, Wassertriebe und die Saftwaage. Durch praktische Vorführung und viele Tipps konnten sich die Mitglieder danach mit einem besseren Gefühl an die Schnittmaßnahmen machen.

Einen großen Teil des Schnittgutes haben wir dann an einem zusätzlichen Einsatztag häckseln können und zur Gärtnerei gebracht. Dort wird nun aus dem Häckselgut Kompost für den Gemüseanbau hergestellt.

Mittlerweile sind schon viele Bäume geschnitten und auch erste Blüten und ihre Gäste haben sich eingestellt.

Da einige ältere Bäume Bruthöhlen haben, sind wir schon gespannt, welche Vögel sich dort niederlassen werden.

Entspannte Gesichter nach dem Schnitt.
Jetzt sieht es schon viel Lichter aus.