Stadtradeln – Wir machen mit !

Die Solawi Weinheim stellt auch in diesem Jahr ein Team bei der Aktion STADTRADELN und unterstützt damit nicht nur die Stadt Weinheim im regionalen Wettbewerb um die meisten gefahrenen Kilometer aller Kreiskommunen, sondern setzt damit auch ein Zeichen für die CO2 Vermeidung.

Bei der Aktion werden alle mit dem Fahrrad zurückgelegten Kilometer aufgeschrieben und gemeldet. Die Kommunen des Rhein-Neckar-Kreis nehmen dabei vom 20. September bis 10. Oktober 2020 am STADTRADELN teil.

Bei der Stadtradeln-Premiere im Jahr 2018 radelten Radfahrerinnen und Radfahrer für Weinheim am meisten Kilometer aller Kreiskommunen zusammen, 2019 fielen sie – knapp geschlagen – auf Rang zwei zurück. Wir sind schon auf das Ergebnis für 2020 gespannt!

Aber auch nach den drei Aktionswochen würden wir uns freuen, wenn auch weiterhin viele Wege mit dem Fahrrad zurück gelegt werden. Viele Mitglieder gehen mit gutem Beispiel voran und holen jede Woche ihr Gemüse mit dem Fahrrad an der Gärtnerei ab.

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Die Gärtnerei im August

Sommerzeit = Erntezeit

Die hochsommerlichen Temperaturen sorgen dafür, dass unsere Kürbisse schnell reifen. Bei der Hitze platzen sogar einige auf und werden quasi auf dem Feld gegart. Dennoch sind wir sehr zufrieden mit unserer Ernte vom neuen Grundstück bei Feißkohls, welche wir mit helfenden Händen schnell einlagern konnten. Wir bauen die Sorten “Hokkaido”, “Butternut” und “Muskat-Kürbis” an.

Die Hokkaido Kürbisse sind geerntet. Vielen Dank an Isolde, Alex und Manfred die geholfen haben.
Muskatkürbis

Sommerzeit = Zeit für Vorbereitungen für die kalte Jahreszeit

Es ist Sommer und wir stecken Hals über Kopf in der Winterplanung. Während wir Tomaten ernten unterhalten wir uns darüber, wann der Spinat für die Ernte im Dezember ausgesät werden soll, wieviele Beete Asia-Salat und Postelein es braucht. Die ersten Platten Spinat sind ausgesät, altes Saatgut und Temperaturen über 30 Grad erschweren jedoch die Aussaat. Während die als Unkraut verschiene Melde Samen ausbildet, welche nach über 20 Jahren noch keimfähig sind, tut sich unser Spinatsaatgut im Alter von 2 Jahren schon schwer mit der Keimung. Wer im Hochsommer Spinat zum keimen bringen will benötigt außerdem einen kühlen Raum mit Temperaturen unter 15°C, weshalb wir die Platten mit der Aussaat die ersten Tage im Keller lagern und sie erst ans Licht und in die Sommerwärme bringen, wenn sich die ersten Keimlinge zeigen.

Im August treffen Winterkulturen wie Grünkohl und Möhren auf sommerliche Gemüse wie Freiland – Paprika und Auberginen.
Montags pflegen wir unsere Tomaten und Anja entblättert hier die Cherrytomaten.
Melanie erntet Buschbohnen
Bunte Möhren
Es ist der Höhepunkt der Auberginen und Paprika Saison.

Kartoffel Ernte

Ende August werden die Kartoffeln geerntet. Vielen Dank an Andreas und Manfred, die mit viel Engagement und Freude das setzen und die Ernte der Kartoffeln organisiert haben. Vielen Dank auch an Gernot Rauch der das ermöglicht hat.

Mit einem kleinen Pflug werden die Kartoffeln gerodet.
Danke an alle die geholfen haben.

Die Gärtnerei im Juli

Der Garten sieht im Juli bunt und schön aus. Wir möchten uns bei allen bedanken, die mit viel Einsatz jede Woche freiwillig helfen, und sind auch Dankbar für jeden Sommerregen. Jetzt ist die Zeit der großen Fülle im Garten. Ab Ende Juni Pflanzen und Säen wir viele verschiedene Gemüsekulturen die im Herbst und Winter geerntet werden: Grünkohl, Lagerkohlrabi, Möhren, Chinakohl und Salate.

Der Knoblauch ist getrocknet und geputzt. Die Knollen werden im Herbst verteilt. Etwa ein drittel der Knollen wollen wir wieder stecken für die Ernte im nächsten Gartenjahr.
Melanie und Dirk ernten Karotten auf dem Acker am Hammelsbrunnen. Wir ernten die Zwiebeln hier Ende Juli und können so noch Radicchio für die Ernte im Winter pflanzen. Links ist unser Blühstreifen zu sehen. Mit biointensiven Anbaumethoden können wir zeigen: Produktivität, Effizienz und Vielfalt müssen keine verschiedenen paar Schuhe sein. Es ist schnell und einfach die ökologische Vielfalt und Bodengesundheit aufgrund von ökonomischer Produktivität zu vernachlässigen. Hier wachsen viele verschiedene einjährige und mehrjährige Blüh-Pflanzen zusammen mit unseren Lagerzwiebeln und Karotten auf Boden, der nicht bearbeitet wird. Stattdessen Mulchen wir oberflächlich mit Kompost.

Die feuchte Witterung im Juli ermöglicht es uns auf einem Grundstück ohne Bewässerung Möhren für den Herbst auszusäen, welche wunderbar auflaufen (keimen). Eine gute Möglichkeit die Feuchtigkeit nach einem Sommerregen im Boden zu halten, ist das Abdecken mit lange haltbaren Silofolien, bis zur nächsten Pflanzung.

Sommergemüse

Es ist die Saison der Sommergemüse und im Juli werden die ersten Paprika bunt und die Hokkaido Kürbisse trocknen langsam und können im August geerntet werden.

Wir haben uns die Zeit genommen, um die vielen verschiedenen Sommergemüse im Juli zu fotografieren. Es sind die Farben des Sommers.

Die schwerste Schlangengurke wiegt ein stolzes Kilo und schmeckt trotzdem noch gut! Neben bekanntem Sommergemüse, wie Tomaten und Zucchini, bauen wir auch kleine orange Auberginen und Patisson an. Der Patisson, ein Sommerkürbis, wird wie Zucchinis zubereitet und ist durch seine besondere Form ein absolutes Highlight auf dem Teller.

Im Juli ernten wir jede Woche viele bunte Tomaten – insgesamt 700 kg.
Anja bei der Bohnenernte bei Pfrangs Bauerngarten.


Buschbohnen.
Die Hokkaido Kürbisse trocknen langsam ab und können im August und September geerntet werden.
Paprika werden im Februar ausgesät, und dann viele Wochen lang regelmäßig bewässert, und auf einem Boden angebaut, der reichlich mit Kompost versorgt ist. Im Juli ist es dann soweit: die ersten Paprika sind reif!
Spinnmilben richten bei heißer und trockener Witterung schnell großen Schaden an. Diese Auberginen sind stark befallen doch wir sind geduldig und hoffen, dass die ausgebrachten Raubmilben den Befall etwas eindämmen können.
Die Cosmea und Sonnenblumen säen sich am Rand unserer Beete oft selbst aus.

Bis bald und alles Liebe wünschen euch eure Gärtner und Gärtnerinnen.

Die Gärtnerei im Juni

Juni ist der Monat mit dem schnellsten Wachstum im Gemüsegarten. Doch auch das Beikraut wächst schnell und wir hacken unsere Beete regelmäßig, besonders nach einem Regen. Die ersten Tomaten, Zucchini und Auberginen werden reif und es regnet diese Saison ausreichend. Im Juni fangen wir auch an den Wintergarten zu pflanzen. Wir pflanzen Rotkohl, Grünkohl, Lagerkohlrabi und säen Lagermöhren aus für die Gemüseversorgung ab Oktober.

Knoblauch Ernte

Anfang Juni kann der Knoblauch geerntet werden und der Regen kam genau richtig um die Knollen gut aus der Erde ziehen zu können. Der Knoblauch wird im Oktober gesteckt und überwintert dann auf den Beeten. So waren die Pflanzen 9 Monate in der Erde! Wir bauen die beiden Sorten Garpeck und Thermidrome an. Das gemeinsame ernten und dann auch das aufhängen zum trocknen hat Spaß gemacht. Vielen Dank an alle die geholfen haben.

Anja und Melanie ernten Knoblauch. Die gemeinsame Knoblauch ernte hat Spaß gemacht. Rechts wächst Knollensellerie, der ab Oktober geerntet werden kann.
Das Auto voller Knoblauch.
Der Knoblauch trocknet für etwa drei Wochen und wird dann im Herbst verteilt. Wir halten etwa 25 Kg zurück, um wieder neuen Knoblauch im Oktober stecken zu können.

Sommergemüse

Wir pflegen unsere Tomatenpflanzen wöchentlich. Hier sieht man die reifenden Rispen unserer Cherry -Tomaten, nachdem wir sie entblättert haben. Das entblättern bewirkt eine gute Durchlüftung des Bestandes, und eine schnellere Reife, da so mehr Sonne auf die Früchte scheint. Auch die Ernte ist nach dem Entblättern schnell und einfach.
Im Juni beginnt die Tomaten Saison. Besonders früh sind die Fleischtomatensorten Ochsenherz und Sonnenherz.
Wir bauen dieses Jahr vier verschiedene Sorten Zwiebeln auf dem Acker am Hammelsbrunnen an: Gemüsezwiebeln, Regensburger, rote Zwiebeln und Schalotten. Zwischen die Reihen säen wir Karotten, dies soll der schädlichen Zwiebelfliege vorbeugen. Wir sind gespannt auf die ernte ab ende Juli.
Wühlmäuse richten diese Saison größeren Schaden an. Besonders gerne essen die kleinen Nager wohl gelbe Bete!

Bis bald und alles Liebe,

Felix

Die Gärtnerei im Mai

Die Sommerkulturen

Zum Plenum am 28.05. gab es schon die ersten Cocktailtomaten zum probieren und die erste Verteilung lässt nicht mehr lange auf sich warten!

Die Tomaten wachsen im Juni sehr schnell und wir pflegen sie jede Woche.

Die Paprika- und Auberginenpflanzen sind gut angewachsen und es sind schon kleine grüne Paprikas uns Mini-Auberginen zu sehen. Die Auberginen werden regelmäßig über Kopf bewässert, denn Spinnmilben mögen zwar Auberginen, aber keine Feuchtigkeit.

Die Gurken sehen prächtig aus. Die ersten Spinnmilben sind zwar zu sehen und saugen den Blattsaft aus den Blättern – zu sehen als gelbe Punkte auf den Blättern, aber die ausgebrachten Raubmilben halten sie hoffentlich noch ein wenig in Schach, so dass es weiterhin so viele Gurken pro Anteil geben kann.

Das Bodenleben

Kompost wird von unzähligen Kleinstlebewesen hergestellt. Bakterien, Pilze, Nematoden, Regenwürmer alle zusammen verdauen sie das organische Material, was auf unseren Haufen landet. Für richtig gute Erde muss Kompost regelmäßig umgesetzt werden. Alex und Uli haben den alten Kompost verteilt und einen Teil gewendet und zu neuen Haufen aufgeschüttet. Nun ist es bei den steigenden Temperaturen wichtig den Kompost feucht zu halten, damit all die winzigen Helfer gut arbeiten können.

Und sonst?

Der erste Brokkoli konnte geerntet werden. Die Blüten der samenfesten Sorten werden , im Gegensatz zu der Bio-Hybrid-Sorte, zwar ungleichmäßiger Reif, sonst sind wir aber sehr zufrieden.

Beim Grundstück Pfrang hat Johannes – der seit ein paar Wochen – freiwillig mithilft – Büsche und Brombeeren entfernt und gemäht. Auf dem Streifen mit den Pfirsichbäumen können wir nun neue Beete anlegen. Angedacht ist eine blühende Kräuterhecke und ein Blühstreifen für Insekten. Rhabarber könnte dort sicherlich auch gut wachsen.

Die Zwiebeln am Hammelsbrunnen leiden etwas unter Nematoden, auch Stängelälchen oder Fadenwürmer genannt. Sie sind mikroskopisch klein. Während manche Nematoden als Nützlinge eingesetzt werden um z.B. einen Pilzbefall zu verringern, frisst sich das Stängelälchen durch die Wände der Zellen und bewirkt Verdrehungen des Stängels. Schlussendlich kann es zum faulen der Zwiebeln kommen. Was kann man dagegen tun? Empfohlen wird: eine lange Pause einhalten, bevor wieder Zwiebeln angebaut werden und in dieser Zeit auch keinen Sellerie oder Hülsenfrüchte anbauen und “Unkraut” entfernen. Ringelblumen und Tagestes werden als Mischkultur empfohlen. Rund um die Zwiebelfläche ist der im Frühjahr ausgesäte Blühstreifen wunderbar aufgegangen, hoffentlich hilt dieser ausreichend Nützlinge anzuziehen.

Diesen neuen Garten bewirtschaften wir erst seit einer Saison und hier ist dieses Frühjahr jede Menge passiert. Melanie hackt hier Unkraut.
Anfang Mai ernten wir junge rote Bete aus dem Gewächshaus. Die jungen Knollen können Roh oder gekocht gegessen werden. Auch die Blätter und Stengel sind essbar!

Frostschaden im Mai

Diese Saison hatten wir viele Frostschäden. Erst früh im Jahr und jetzt auch durch die Eisheiligen mitte Mai. Unsere Kürbisse und Paprika wurden beschädigt und wir pflanzen erneut. Vielen der Pflanzen wachsen im warmen Wetter der darauffolgenden Tage wieder weiter.

Frostschaden durch die Eisheiligen.
Wir schützen unsere Tomaten vor dem kommenden Frost mit Vlies das wir auf die Drähte ziehen.
Der Knoblauch taut langsam in der Morgensonne auf.

Alles Liebe von uns GärtnerInnen und bis bald.

Neues vom Obst

In der Blütezeit hatten wir noch einmal einen Kälteeinbruch in Weinheim gehabt, in dem es auch zu Nachtfrost gekommen ist. Leider macht sich dieses nun bei den Äpfeln bemerkbar. Hier haben wir fast keine Fruchtansätze. Wir werden also, bis auf eine frühe Sorte die es besser überstanden hat, im Herbst wohl fast keine Äpfel ernten können.

Besser sieht es aber bei den Pflaumen, Birnen und Kirschen aus. Der Frost hat hier wohl die Blüte nicht zerstört bzw. sie war schon befruchtet. Die Fruchtansätze sind mittlerweile gut entwickelt und die Menge ist jetzt schon gut zu erkennen.

Kirschen
Kirschen sind schon gut entwickelt
Fruchtansätze der Birne

Seit Anfang Mai sind auf unserer Streuobstwiese auch wieder die Schafe von Sylvia. Diese haben das mittlerweile kniehohe Gras abgefressen und sorgen damit für eine leichtere Kirschernte. Gut zu erkennen sind die Lämmer an dem rotbraunen Fell. Bei dem Coburger Fuchsschaf haben die erwachsenen Schafe eine helle Wolle, aber am Kopf und den Beinen bleibt die rotbraune Färbung bestehen.

Kirschen
Schafe auf dem Obstgrundstück
Schafe auf dem Obstgrundstück

Demnächst werden wir noch ein Insektenhotel aufstellen und zwei Zwetschgen Bäume pflanzen.

Die Gärtnerei im April 2020

Gewächshausanbau von Tomaten und Gurken

Im April räumen wir die Wintersalate, Karotten und Mairübchen aus den Gewächshäusern und pflanzen Tomaten, Gurken, Paprika und Auberginen. Durch das warme und sonnige Wetter (es regnet für 5 Wochen garnicht…) wachsen diese wärmeliebenden Kulturen gut an. Doch auch die Schadinsekten, und vor allem Kohlschädlinge wie Erdflöhe und Kohlfliegen, vermehren sich unter den warmen und trockenen Bedingungen schnell und richten bei unseren Mairüben und dem Kohlrabi großen Schaden an.

Wir pflanzen etwa 800 Tomaten in die Gewächshäuser der alten Stadtgärtnerei. Das sind etwas mehr als 10 Pflanzen pro Anteil. Neben 6 Hauptsorten gibt es eine Experimente-Reihe mit unzählig vielen verschiedenen bunten Tomaten Sorten die wir von Ursel erhalten haben. So sind es über 20 verschiedene Sorten – von 10.000 Sorten weltweit.

Wir pflanzen im April die Tomaten und erwarten die ersten Tomaten im Juni.
Alex und Melanie pflanzen Anfang April die Salatgurken ins Gewächshaus. Diese wärmeliebende und schnellwachsende Kultur ist über eine großzügige Gabe Kompost dankbar. Hier verwenden wir unseren eignen Gartenkompost. Die ersten Gurken können Ende Mai geerntet werden. Wir bringen Ende April die nützlichen Raubmilben aus, um einen zu starken Befall der schädlichen Spinnmilben zu verhindern. Im Gegensatz zu Tomaten, werden Gurken gerne von oben beregnet und wachsen gut bei hoher Luftfeuchtigkeit.

Gemüse im April

Im April gibt es die ersten Radieschen, Mairüben, Kopfsalate, Knoblauch, Kohlrabi und viel grünes Gemüse wie Mangold und Spinat.

Wir experimentieren das erste mal mit einer kleinen Menge überwinterter Karotten und es war ein Erfolg. Wir müssen die Karotten früh ernten, da wir den Platz im Gewächshaus für unsere Paprika brauchen. Dieses Jahr wollen wir versuchen eine größere Menge Karotten im Freiland zu überwintern.

Diese Karotten wurden Ende Oktober ausgesät und überwintert. So können sie im April geerntet werden.
Anja bündelt Mangold. Dieses grüne Blattgemüse wird im September in den Tunnel gepflanzt und produziert dann im April schöne große Blätter wenn nicht viele andere Gemüsesorten wachsen.
Der junge und grüne Knoblauch kann komplett verwendet werden und wir bündeln die mild nach Knoblauch riechenden Stangen zusammen.
Ende April können wir es im Folientunnel schon erahnen und freuen uns auf den Duft von Erdbeeren, der den ganzen Abholraum erfüllt. Anfang Mai ist es so weit, die erste große Ernte kann verteilt werden.
Ursel und Silke helfen seit mehr als zwei Jahren jeden Mittwoch in der Gärtnerei und pflanzen hier Knollensellerie am Acker am Hammelsbrunnen. Links steht unser Knoblauch der Anfang Juni geerntet und getrocknet wird.
Renate sät jeden Dienstag viele Anzuchtschalen aus. Danke Renate. Hier stehen die Kürbis-Sorten “Red-Kuri“ und “Butternut“ bereit zum pflanzen.

Die neuen Gärten am Münzacker

Im ersten Jahr: Kürbis. Nach dem ersten Frühjahsregen pflanzen wir dort, wo Wasser auf der Folie steht. Die Kürbisse wachsen dank des feuchten Bodens unter der Plane und der Wärme, die über die Nacht gespeichert wird, gut an.

Kaum sichtbar im Bild – und doch so wertvoll: Ein Sprenger! Wir können nun auch hier bewässern!

Wir pflanzen Kürbisse in eine Silo-Folie ohne den Boden zu bearbeiten und bereiten so gleichzeitig den Boden für die nächste Saison vor.

Die Gärtnerei im März 2020

Für uns Gärtner und Gärtnerinnen ist das anbauen von Gemüse für uns und eine Gemeinschaft ein wichtiger Teil unseres Lebens. Gerade in solchen schweren Zeiten in denen viel Angst da ist, ist es wichtig zu wissen: gesunde und nahrhafte Lebensmittel werden hier direkt bei uns angebaut. Die Anzuchttische in der Gärtnerei sind im März voller Jungpflanzen und wir pflanzen nach und nach tausende kleine Gemüsepflanzen in die Beete. Wir werden hier jeden Monat mit vielen Bildern unsere Arbeit darstellen um auch andere für den Anbau von Gemüse zu begeistern. Wir sind Dankbar für die Gemeinschaft, die alte Stadtgärtnerei und die Unterstützung durch Gerhard und Catherine.

Sommergemüsekulturen wie Paprika, Auberginen und Gurken stehen im März auf einer wärme Matte und werden bald umgetopft.

Kompost Verteil-Aktion

Anfang März haben wir bei zwei tollen Mitgliederaktionen zusammen auf dem neuen Acker Kompost verteilt und die Bäume von Brombeeren befreit. Auf diesem neuen Stück sollen in der ersten Saison Kürbisse wachsen. Es ist gut eine solche große neue Fläche ganz in der Nähe der Gärtnerei bewirtschaften zu dürfen.

Die gemeinsame Kompost-Verteil Aktion hat Spaß gemacht vielen Dank an alle die geholfen haben. Im Hintergrund kann man die Gewächshäuser der Gärtnerei erahnen.
Wir verteilen den Kompost direkt auf die unbearbeitete Wiese und decken das ganze dann mit Silofolie ab.
Vielen Dank an alle die geholfen haben.
Der neue kleine Garten am Münzacker ist jetzt fast komplett angelegt und wir pflanzen hier Brokkoli, Blumenkohl, dicke Bohnen und Salate. Der strenge Frost Ende März hat den Pflanzen leider sehr zugesetzt – aber wir sind hoffnungsvoll, dass sie es schaffen werden!
Ende Februar pikiert Melanie unsere Tomaten in Expresstöpfe, etwas vier Wochen später können sie dann umgetopft werden.
Ende März topfen wir unsere Tomatenpflanzen um und sie wachsen jetzt noch 3 Wochen weiter bis sie dann im April ins Gewächshaus gepflanzt werden.
Der Garten ist im März ziemlich weiß: Wir decken neue Pflanzungen mit Vlies ab doch trotzdem erfrieren uns einige Pflanzen während einiger Frostnächte. Das gehört zum Gemüsegärtnern dazu und wir können schnell reagieren und etwas neues nachsäen.
Alex hilft seit mehr als einem Jahr jeden Freitag in der Gärtnerei und erntet hier Winterpostelein mit dem “Quick Cut Greensharvester”. Alex wir schätzen dich sehr!
Am Ackerstück am Hammelsbrunnen pflanzen wir mit Melanie, Alex und Anja (und natürlich mit Helmut, der das ganze überwacht) vier verschiedene Zwiebelsorten: Es ist für uns das erste mal das wir so viele Zwiebeln pflanzen und wir sind sehr gespannt auf das Ergebnis.

Noch ein paar persönlich Worte von mir, Anja:

Seit einem Monat bin ich nun schon als Gärtnerin in der Solawi Weinheim, fachsimple mit Felix, genieße es den ganzen Tag draußen sein zu dürfen und die Vielfalt des Gärtnerns: Blumen aussäen, Fenchel pflanzen, Mangold ernten, die Tür des Erdbeertunnels reparieren, Kompost verteilen in einer tollen Gemeinschaftsaktion oder Gespräche zu einem Wasseranschluss beim Pfrang’s Acker – zum Beispiel. Natürlich ist Gärtnern auch mal anstrengend und eintönig, bei zu kalt, zu nass, zu windig – aber gerade das Frühjahr ist eine besondere Zeit, wenn das erste Grün kommt und wir als Gärtnernde in der Jungpflanzenanzucht schon die ganze Saison vor Augen haben. So wie die Saison neu beginnt, beginne auch ich neu. In einer neuen Stadt, als Gärtnerin für euch, mit einem neuen (sehr tollen!) Team und mit viel praktischer Unterstützung durch euch als Mitglieder – danke dafür! Von meiner Zeit auf Wanderschaft letztes Jahr habe ich viele Ideen mitgebracht, einige Tomatensorten (Freilandtomaten!) und eine Grabegabel zum lockern des Bodens. Einige Experimente sind schon angelegt, wie z.B. „Bringt das lockern unseres Bodens mit der Grabegabel einen Vor- oder eher einen Nachteil für unsere Kulturen?“, „Wachsen die Zwiebeln besser, wenn man die Blätter der Jungpflanzen einmal schneidet?“. Gärtnern bedeutet für mich zu forschen, die Natur zu beobachten und immer wieder den Satz „Das hat man schon immer so gemacht.“ in Frage zu stellen. Ich freue mich auf eine vielfältige Saison mit euch und fühle mich, mit einem Wort: WOHL!

Links: eingekürzte Zwiebeln. Sie sollen sich besser bestocken (sind dann standhafter und haben mehr Blattgrün, also auch mehr Blattfläche zur Photosynthese) als die ungeschnittenen Zwiebeln (rechts).

Winter 2019/20

Das zweite Gartenjahr neigt sich dem Ende zu und ich möchte mich bei euch für eine bunte, sonnige und auch schöne Saison bedanken. Es hat rießen spaß gemacht und war gleichzeitig viel Arbeit! Gegen Ende des Winters sind nun alle Beete wirklich leer und es ist immer wieder spannend wie die ersten zarten Jungpflanzen keimen und der neue Garten “entsteht“.

Die Beete sind im Januar alle abgeerntet und mit Kompost gemulcht für die nächste Saison.
Die selben Beete werden Ende September 2019 oft mit ihrer dritten Kultur bepflanzt.

Jetzt ist eine gute Zeit die Beete für die kommende Saison vorzubereiten und den Anbauplan zu machen. Wir bedecken unsere Beete mit einer Schicht von 3cm Kompost und schützen so den Boden und ernähren Bodenlebewesen. Der milde Winter (bis jetzt!) ermöglicht auch im Dezember und Januar noch schöne Schnittsalate wie Postelein aus dem Freiland zu ernten. Die Tage werden spürbar wieder länger und im Januar beginnen wir mit den ersten Aussaaten und es ist sozusagen “die Ruhe vor dem Sturm“, bevor wir ab März die meisten Beete Stück für Stück wieder bepflanzen.

Die Versorgung mit Wintergemüse hat bis Weihnachten gut geklappt, eine merkbare Verbesserung zur ersten Saison. Im Januar ernten wir hauptsächlich grünes Gemüse wie Spinat, Grünkohl, Mangold und verschiedene Salate. Mit den neuen Flächen und unserer neuen Gärtnerin Anja werden wir versuchen dieses Gartenjahr mehr Wintergemüse wie Wirsing und Rosenkohl anzubauen.

Durch das bewässern mit Perschläuchen (Permatube) und der neuen Pumpe (um Regenwasser von der Dächern zum bewässern zu verwenden) konnten wir diese Saison viel Wasser sparen! Ich möchte mich bei Gerhard und Catherine Friedel bedanken, die uns die Benutzung der Gärtnerei erlauben und so viel mithelfen.

Im November und Dezember werden viele der Beete abgeerntet und mit Kompost für die nächste Saison vorbereitet. So ist das bepflanzen im Frühjahr schneller.
Ich arbeite sehr gerne mit Melanie und Alex und hier ernten sie im November den letzten Spitzkohl. Unser Spitzkohl ist diese Saison gut gewachsen.
Ende November enthalten die Gemüseanteile Wintergemüse wie Chinakohl, Lauch, rote Bete, Karotten und Salate.
Schwarzkohl und Grünkohl sind sehr winterharte Gemüse und können den ganzen Winter geerntet werden.
Im Garten am Brunnweg ernten wir die Winterkarotten, Mäuse haben hier großen Schaden angerichtet und wir entscheiden uns die Karotten komplett abzuernten und einzulagern.

Anbauplan Gartenjahr 2020/21

Im Winter vor und nach einer kleinen Pause ist es Zeit den Anbau für die nächste Saison zu planen. Wir gehen Notizen der letzten Saison durch und wollen auch auf Dinge achten, die nicht so gut geklappt haben. Zum Beispiel unsere Salatgurken im Gewächshaus durch den starken Spinnmilben befall. Hier wollen wir auch Freilandgurken verwenden.
Wir arbeiten im Freiland mit permanenten Beeten die 12 Meter lang und 80cm breit sind und haben für nächste Saison etwas mehr als 100 Beete zur Verfügung. Der neue Acker wurde hier noch nicht dazu gezählt. Wir planen wo welche Gemüsekultur als erstes hinsoll und welche Menge an Pflanzen benötigt wird. Einige unserer Gärten können auch nicht bewässert werden sie sind also eher für Gemüse geeignet die in den noch feuchten Boden im Frühjahr gepflanzt oder gesät werden.
Insgesamt haben wir, mit den Gewächshäusern und Tunneln, etwas unter 2000 qm (1/5 ha) Anbaufläche.

Im Januar keimen die ersten Jungpflanzen auf den Tischen im Gewächshaus.
Postelein ist ein winterharter Salat, den wir im Freiland nur mit einem Vlies schützen.
Ein Experiment sind Karotten, die im Oktober ausgesät wurden und überwintern für die Ernte im April.

Bis bald und alles Liebe,

Felix

Verein ist weiter gewachsen

Der Verein Solidarische Landwirtschaft Weinheim e.V., kurz Solawi genannt, startet mit 75 Anteilen ins Gartenjahr 2020. Die Solawi baut auf Weinheimer Feldern Gemüse und Obst an. Dabei werden neue Anbaumethoden erprobt und die Erfahrungen an Interessierte durch Workshops oder regelmäßige Mitarbeit weitergegeben. Für einige Gemüsesorten wird das Saatgut auch selber gewonnen und im nächsten Jahr wieder verwendet. Der Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln ist bei dem biologischen Gemüse- und Obstanbau natürlich verpönt. Der Anbau, die Ernte und die Planung wird durch zwei fest angestellte Gärtner/in, einer Teilzeitkraft und vielen ehrenamtliche Mitgliedern bewältigt.

Im Jahr 2019 konnten einige Anbauflächen dazu gewonnen werden. Auch 2020 kommt eine zusätzliche Anbaufläche dazu. Darüber hinaus haben wir eine weitere Gärtnerin gewinnen können, die uns zukünftig mit 70 % ihrer Arbeitskraft unterstützt. Wir freuen uns schon auf die Zusammenarbeit.

Im Unterschied zu einer Bio-Kiste, teilen sich die Erntebezieher in der Solawi die Ernte. Alles was geerntet wird, wird solidarisch geteilt. Dabei fällt natürlich im Winter der Gemüsekorb deutlich kleiner aus als im Sommer.


Interessierte, in welcher Form auch immer, können sich gerne bei uns melden.

Gerne beantworten wir auch Deine Fragen !