Filmvorführungen und Diskussionsrunde im Februar

Es ist fünf nach zwölf – das sagt uns die Klimawissenschaft und das spüren wir auch selber in den letzten Jahren mit heißen und viel zu trockenen Sommern, milden Wintern und vertrocknenden Wäldern und zunehmenden Stürmen und Unwettern.

Was, wenn wir Menschen die besten Lösungen umsetzen würden, die uns zur Verbesserung unserer Lebensqualität und der Erhaltung unseres Planeten zur Verfügung stehen? Was, wenn nicht nur einzelne Menschen so handeln würden und diese Konzepte global verankert wären? Wie können wir nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Welt hinterlassen, den CO2-Ausstoß begrenzen und was können wir gegen den Klimawandel tun? In dem Film „2040 – Wir retten die Welt“ zeigt der Verein Solidarische Landwirtschaft im Weinheimer Kino Modernes Theater am Sonntag, den 9. Februar um 18:00 Uhr Lösungsmöglichkeiten für eine bessere Welt.

In „2040 – Wir retten die Welt“ entwirft der Regisseur Damon Gameau ein Bild unseres Planeten, wie er im Jahr 2040 aussehen könnte. Im Anschluss an den Film stehen Vertreter des Vereins Solidarische Landwirtschaft, der eine nachhaltige und naturverträgliche Landwirtschaft fördert, zusammen mit Vertretern der Gemeinwohlökonomie, des BUND, des NABU und der Bürgerinitiative ParentsForFuture im Foyer zu einer Diskussionsrunde bereit. Die vorgestellten Alternativen und bereits heute verfügbaren Lösungen geben Handlungsempfehlungen, wie wir eine lebenswertere Welt erschaffen können.

Trailer und Ausschnitte zu dem Film “2040 – Wir retten die Welt”

Am darauffolgenden Montag, den 10. Februar wird um 20:30 Uhr dann der Film „Land des Honigs“ gezeigt. Dabei geht es um eine Wildimkerin in Nordmazedonien und deren naturverbundene Lebensweise. Mit der Ankunft neuer Nachbarn wird das Gleichgewicht auf die Probe gestellt. Mit den Mitteln filmischer Poesie schaffen die beiden Regisseure des schönen und sehenswerten Dokumentarfilms unseren Blick auf das notwendige Gleichgewicht in der Lebensmittelproduktion zu schärfen. Die Aspekte Natur, Arbeit, Zusammenleben und Landwirtschaft werden dabei in tollen Szenen zusammen mit den Bienen und den Menschen in einer Geschichte mit dokumentarischen Bildern erzählt.

Trailer zu dem Film “Land des Honigs”

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Essen ist politisch – auch in Weinheim

Gutes Essen, eine bessere Landwirtschaft und der Erhalt der Bauernhöfe, das steht 2019 auf dem Spiel. Bei der kommenden EU Agrarreform wird festgelegt, wie in den nächsten 7 Jahren unser Geld an die Landwirtschaft verteilt wird. Aktuell wird ein großer Teil des EU Haushaltes nur über die Fläche verteilt. Wer viel Land und Ackerboden besitzt, erhält viele Subventionen. Damit zukünftig kleinere Höfe und ökologisch arbeitende Betriebe stärker unterstützt werden, haben nun der Verein Solidarische Landwirtschaft und die großen Umweltverbände NABU und BUND zu einer Demo in Berlin am 19.1. aufgerufen. Ziel ist es, die Bundesregierung davon zu überzeugen, zukünftig die Bauern zu unterstützen, die Tiere artgerecht halten, insektenfreundliche Landschaften schaffen und gutes Essen herstellen wollen.

Aber auch in Weinheim kann man sich für eine bessere Landwirtschaft einsetzen. Seit letztem Jahr gibt es in Weinheim die Solawi, die unter dem Motto „sich die Ernte teilen“ vor Ort Gemüse ökologisch anbaut. Dabei übernehmen die Mitglieder zusammen mit zwei angestellten Gärtnern die Verantwortung für den Anbau und den Betrieb der solidarischen Landwirtschaft.

Im Rahmen der „Wir haben es satt“ Kampagne zeigt die Solawi Weinheim am Sonntag, den 20.1. um 11:00 Uhr im Weinheimer Kino „Modernes Theater“ den Film „Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen“. Ein Film über die Lösungen, die wir brauchen, um den globalen ökologischen Kollaps aufzuhalten. Die Schauspielerin Mélanie Laurent und der französische Aktivist Cyril Dion sprechen mit Experten und besuchen weltweit Projekte und Initiativen, die alternative ökologische, wirtschaftliche und demokratische Ideen verfolgen. Was sie finden, sind Antworten auf die dringendsten Fragen unserer Zeit. Und die Gewissheit, dass es eine andere Geschichte für unsere Zukunft geben kann.

Am Montag, den 21.1. wird dann um 18:30 Uhr der Film „Unser Saatgut – Wir ernten, was wir säen“ („Seed“) gezeigt. Wenige Dinge auf unserer Erde sind so kostbar und lebensnotwendig wie Saatgut. Verehrt und geschätzt seit Beginn der Menschheit, sind die Samen unserer Kulturpflanzen die Quelle fast allen Lebens. Sie ernähren und heilen uns und liefern Rohstoffe für unseren Alltag. Doch diese wertvollste aller Ressourcen ist bedroht: Mehr als 90 Prozent aller Saatgutsorten sind bereits verschwunden. Biotech-Konzerne kontrollieren mit gentechnisch veränderten Pflanzen längst den globalen Saatgutmarkt. Daher kämpfen immer mehr passionierte Bauern, Wissenschaftler, Anwälte und indigene Saatgutbesitzer wie David gegen Goliath um die Zukunft der Sortenvielfalt.
Mit ihrem Dokumentarfilm „Unser Saatgut“ folgen Taggart Siegel und Jon Betz diesen leidenschaftlichen Saatgutwächtern, die unser 12.000 Jahre altes Nahrungsmittelerbe schützen wollen. Ohne es zu wissen, werden sie zu wahren Helden für die gesamte Menschheit, denn sie verbinden uns wieder mit dem ursprünglichen Reichtum unserer Kultur, die ohne die Saatgutvielfalt nicht bestehen kann.

Für die Filme kann man im Vorverkauf für 5,- Euro ab dem 15.1. Karten an der Kinokasse erwerben. An der Abendkasse sind dann die nicht verkauften Karten für 6,- Euro zu erhalten.

Wir freuen uns auf dein kommen.