Am letztem Samstag im August waren die Mitglieder und deren Familien zu einem Sommerfest eingeladen. Die Mitglieder, die in den Sommerferien vor Ort waren, konnten dabei gleich unser neuestes „Mitglied“ bewundern. Der grüne Elektro-Frosch war gerade frisch eingetroffen und wurde spontan ausprobiert und begutachtet. Zukünftig können mit dem elektrisch betriebenen CargoRunner Gemüse und Arbeitsmaterialien von und zu unseren verstreuten Feldern transportiert werden.
Die umweltfreundliche Alternative zu dem bisherigen benzin-betriebenem Kombi hat uns eine Förderung der Stadt Weinheim möglich gemacht. Die Stadt Weinheim hat für vorbildliche Projekte zum Umwelt- und Klimaschutz einen Fördertopf, der uns den Kauf des Cargo Runners außerhalb unseres normal geplanten Jahresbudget erlaubt hat.

Der grüne Elektrofrosch kann 400kg Ladung transportieren, mit bis zu 40km/h über die Feldwege fahren und hat eine Reichweite von bis zu 80km. Das sollte für unseren Anbau und unsere Mengen deutlich ausreichend sein. Fehlt jetzt eigentlich nur noch die Möglichkeit, direkt bei uns in der Gärtnerei per Photovoltaik den notwendigen Strom selbst zu erzeugen.

Nach der Begutachtung des grünen Elektrofrosches haben wir uns an unserem reichhaltigen Büffett aus mitgebrachten Salaten, Aufstrichen und Broten, sowie leckeren Kuchen und gegrillten Würsten erfreut. Bei wunderbarem Wetter konnte man sich anschließend an einem Kicker sportlich betätigen oder bei Gitarrenmusik gemeinsam singen.

Eine Woche vorher hatten wir uns bei strahlendem Sonnenschein zu einer Radtour getroffen. Gemeinsam sind wir über die Felder von Weinheim nach Dossenheim zu Katharinas solidarischem Selbsterntegarten geradelt. Auf einem ca. 6 ha großem Feld baut die Gärtnerin Katharina selbständig seit einigen Jahren Gemüse an. Es war toll zu sehen, mit welchem Einsatz hier biologisch Gemüse angebaut wird! Die Abnehmer des Gemüses verpflichten sich ähnlich wie bei uns auch für ein Jahr. Allerdings müssen hier die Mitglieder ihr Gemüse selber ernten. Kleine Fähnchen an den Beeten zeigen an, wo die Mitglieder ernten dürfen. Es gibt auch im Gegensatz zu uns keinen festen Abholtag, jeder darf flexibel nach seinem Bedarf Gemüse ernten.

Möglich macht dieses ein Beitrag, der gestaffelt nach der Größe des Haushaltes ist. Auch ist es mit der flexiblen Abholung deutlich leichter auf Urlaube, Abwesenheiten, Vorlieben beim Gemüse oder Mehrbedarfe einzugehen. Es wird also nur Gemüse geerntet, dass gerne gegessen wird. Das Konzept des Selbsternten fanden wir sehr spannend. Nach einem Picknick ging es dann in der Mittagshitze wieder zurück nach Weinheim. Ein schöner und interessanter Ausflug der Lust auf frisches Gemüse gemacht hat.
