Das Wetter und seine Auswirkungen in unserem Garten

  • Beitrag veröffentlicht:17. Juli 2024
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Wann wird es wieder richtig Sommer? Das haben sich wahrscheinlich die letzten Wochen viele von euch gefragt. Der Mai und Juni verregnet und recht kühl, dazwischen kurze Phasen mit teilweiser starker Hitze.

Was bedeutet das für unsere Gärtnerei, die Pflanzen und das Wachstum? Bei unserem letzten Mitarbeitergespräch mit dem Gartenteam haben wir uns darüber ausgetauscht und wollen euch daran teilhaben lassen.

Da ist zum Beispiel Starkregen, der dieses Jahr immer wieder auf uns niederprasselt. Pflanzen, die direkt auf dem Feld ausgesät werden und noch nicht gekeimt haben, bzw. sehr klein sind, können zu Schaden kommen – so ist uns beispielsweise eine Aussaat Karotten buchstäblich abgesoffen.

Zu wenig Licht, der Wechsel zwischen Kalt und Warm stresst die Gemüsepflanzen und hemmt deren Wachstum. Das können wir ganz gut an den Paprika und Tomaten beobachten, die letztes Jahr um dieselbe Zeit deutlich größer waren und schon mehr Fruchtansätze bzw reife Früchte hatten. Auch im Freiland wächst alles etwas langsamer- zum Beispiel werden die Zwiebeln wesentlich länger stehen als gedacht, weil sie bei dem feuchten Wetter noch gar nicht wirklich beginnen, abzureifen. Das stellt das Gartenteam vor einige Herausforderungen, weil in der Sommermitte viele Beete neu bepflanzt werden mit Herbst- und Winterkulturen. Wenn die Beete aber nicht frei werden, muss improvisiert bzw. umgeplant werden.

Das oft kalte und sehr feuchte Wetter ist leider optimal für die Entwicklung von Pilzkrankheiten in den Gemüsekulturen. Im Freiland steht das Gemüse noch recht wacker, aber zum Beispiel im Gurkentunnel breitet sich der falsche Mehltau aus. Durch das fehlende Licht sind die Pflanzen auch tendenziell anfälliger für Schädlinge wie zum Beispiel Läuse. Die Maßnahmen unseres Gartenteams, z.B. die Pflanzen mit dem hausgemachten Komposttee zu stärken und Nützlinge einzusetzen, funktionieren bislang jedoch sehr gut.

Wir werden uns, wie in vielen anderen Ecken Europas und der Welt, auf immer mehr Wetterextreme einstellen müssen. Mit unserer Solawi sind wir auf einem guten und nachhaltigen Weg, regionales und ökologisch angebautes Gemüse unter fairen Arbeitsbedingungen zu erzeugen, eine enge Beziehung zwischen Erzeugern und Verbrauchern zu ermöglichen, den Boden und die Diversität zu stärken.