November 2018

Es ist jetzt wirklich Winter und unser erstes Gartenjahr neigt sich dem Ende zu. Wettermäßig war es ein extremes Jahr mit sehr vielen Sonnenstunden, Hitze und buntem Gemüse. Es ist als Gärtner jetzt Zeit über die Saison zu reflektieren, Notizen zu sortieren, Saatgut zu bestellen und vor allem zu ruhen.  Die ersten Ausaaten machen wir wieder in der ersten Februar Woche. Hier nähern wir uns wieder 10 Stunden Tageslicht und die Pflanzen erwachen langsam wieder aus ihrem Winterschlaf.

Ich möchte mich bei euch allen für diese ereignisreiche Gartensaison bedanken, die Zeit ist wirklich verflogen, seit wir uns das erste mal (in meinem Wohnzimmer) getroffen haben! Es schien so, als ob die richtigen Menschen immer genau dann aufgetaucht sind, wenn es nicht erwartet wurde.

Da waren Abel, Nicole, Jörg und andere mit ihrer (jahrelangen) Solawi-Erfahrung, Gerhard und Catherine, die uns die Nutzung der Gärtnerei erlaubten, Phillip, der mit seinem großen Bagger die Tonnenschweren Betonplatten aus den Beeten hob, Manfred, der sich bereit erklärte sich um unsere Finanzen zu kümmern, Felix, der mit großem Einsatz sein berufspraktisches Projektsemester in der Gärtnerei absolvierte, Ingrid, die unsere Buchhaltung übernahm und Melanie die als Gärtnerin angestellt wurde.  Besonderen Dank auch an Ursel, Silke, Renate, Rita und Damaris die (jede Woche) gärtnern und ernten, die Vereinsvorstände Reiner und Andreas und alle die jeden Monat im Plenum mitdiskutieren!

Im Februar waren da wo jetzt viele Gemüse Beete sind noch Betonplatten der alten Frühbeetkästen.
Das Gemüse im Gewächshaus ist für die Winter und Frühjahrs ernte.
Die “Zutaten“ für die Salat Mischungen im November sind vielfältig: Blattsalate, Rucola, Feldsalat, Radichio, Zuckerhut, Spinat, Asia-Salat, Postelein, Endivien, Pak-choy..
Rita putzt Radicchio
Vlies und Folien schützen die letzten Freilandsalate vor Frost.
Spinat ist ein sehr winterhartes Gemüse und wird im zeitigen Frühjahr viele große Blätter zum kochen bilden.

“No Dig“ Workshop

Unser kleiner Workshop mit Charles Dowding in der Villa Titiania und an der alten Stadtgärtnerei war ausverkauft und die etwa 50 Teilnehmer konnten viel über den ökologischen Gemüsebau ohne Bodenbearbeitung, Jungpflanzenanzucht, Saatgut, Kompost, Versuchsbeete,  und Erntemethoden lernen.

Dieser Tag hat mir viel bedeutet und es war toll, so viel positives Feedback zu hören.

Nach dem Vortrag gab es eine rege Diskussion mit vielen Rückfragen!
Im Gewächshaus diskutieren wir über Erntemethoden im Winter und Saisonverfrühung. Foto: Jörg Steinbrenner
Das Anlegen von neuen Beeten ohne Bodenbearbeitung ist einmalig viel Arbeit und benötigt eine recht große Menge an Inputs wie Kompost und Holzhackschnitzel. Später ist ein solcher Garten einfach Unkrautfrei zu halten und sehr produktiv! Foto: Jörg Steinbrenner

Bis im neuen Jahr!

Felix

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