Die Gärtnerei im Juni

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Kopfüber im Mohn.

Im Juni beginnt es im Garten bunt zu werden. Gelbe, lilane, orange und rote Tomaten, Blumen aller Art und farbenfrohe Insekten. Da wir ökologisch anbauen legen wir großen Wert auf ein vielfältiges Blühangebot für Bestäuber und Nützlinge.

Etwa ein Drittel der Wildbienenarten sind auf eine oder wenige Pflanzenarten spezialisiert. Bei diesen Blüten wissen sie genau, wie man am schnellsten an Nektar und Pollen herankommt. Die Honigbiene hingegen ist “polylektisch”. Sie sammelt Nektar und Pollen an allen Blütenarten. Wir versuchen in unseren Gartengrundstücken immer mehr Wildpflanzen zu etablieren und damit auch spezialisierten Insekten einen Lebensraum anzubieten.

Der Acker am Hammelsbrunnen wird von einem Blühstreifen flankiert. Neben Kornblume, Kornrade und Klatschmohn blühen dort auch Sonnenblumen, Muskatellersalbei, Pastinake, Phacelia und viele andere Blühpflanzen. An einem sonnigen Nachmittag gibt es hier viel zu beobachten.

Wildbiene im Anflug auf Phacelia.
Wildbiene auf Pastinake.
Wer entdeckt die Spinne in ihrem Trichternetz?
Marienkäfer in gelb.
Marienkäfer in schwarz.
Marienkäfer in rot.
Grüne Wanze auf Sonnenblume.
Marmorierte Tracht.
Kleiner glänzender Käfer auf einer Schmetterlingsblüte.
Kopfüber im Mohn.
Große und kleine Nützlinge.
Blattlauskolonie, die von Ameisen “gemolken” wird.
So viel Lebensraum.

Der Bauerngarten am Münzacker ist um eine Blühfläche reicher geworden.

Natternkopf, Ringelblumen, Koriander, Borretsch, Malven, Buchweizen, Lein, Kornblumen und viele andere blühen rund um die letzjährig gepflanzten Johannisbeeren. Richtung Hecke gibt es einen weiteren Blühstreifen mit Goldrute, Engelwurz, Schafgarbe, Nachtkerze, Königskerze und Beinwell.

Knoblauchernte

Die Knoblauchzehen werden im Oktober gesteckt. Im Juni können die fertigen Knollen geerntet werden. Gemeinsam macht die Ernte viel Spaß.

In der ersten Woche der Knoblauchtrocknung war es sehr heiß. Wir haben versucht den Knoblauch im Gewächshaus auf den Anzuchttischen zu trocknen. Leider wurde es dort sehr heiß und viele Zehen wurden gekocht. Nach der ersten heißen Woche wurde es regnerisch und im Gewächshaus zu feucht, weshalb wir nur noch einen kleinen Teil der Ernte direkt verteilen konnten und nichts einlagern können.

Tomatensaison

Anfang Juli werden die ersten Ochsenherzen reif. Dieses Jahr beginnt die Tomatensaison recht spät.
Zwischen den Tomaten wachsen Tagetes. Sie locken Nützlinge an, die dann auch die Tomatenpflanzen gut bestäuben.
Die Tomaten düngen wir regelmäßig mit einem Beinwell-Brennnessel-Tomatenblatt-Auszug. Die Tomaten werden von unten nach und nach entblättert um Pilzkrankheiten vorzubeugen. In gesunden Tomatenblättern sind alle Nährstoffe drin, die Tomaten zum wachsen benötigen., so schließt sich der Kreislauf.
Der viele Regen tut unserem Gemüse sichtlich gut.

Eure Gärtner:innen, Melanie, Felix und Anja